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Seit Anfang 2003 gibt es ein gemeinsames, österreichweites Magazin der Katholischen Männerbewegung: Das Männermagazin Y

Warum Y? > aus dem männlichen XY Chrmosom, das nur Männer haben.

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Das Männermagazin Ypsilon im neuen Design!

 



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Erwerbsarbeit im Umbruch von Emmerich Talos

-Erzbischof Oscar Romero von Gudrun Ernstbrunner und Luis Cordero

-Stammtische
von Markus Himmelbauer


 




Erwerbsarbeit im Umbruch

Der flexible Mensch. Die sozialen Bedingungen in unserer Gesellschaft unterliegen einem merkbaren Wandel. Der flexible Mensch wird propagiert und auf allen Ebenen eingefordert. Dies gilt auch für den Bereich der Erwerbsarbeit.


Ausdruck dafür ist unter anderem die zunehmende Verbreitung neuer Beschäftigungsformen. Diese weichen vom „Normalarbeitsverhältnis“ ab, das das 20. Jahrhundert prägte. Darunter wird eine vollzeitige, dauerhafte Beschäftigung mit geregelter Arbeitszeit und sozialer Absicherung verstanden. Die Abweichungen von dieser, in erster Linie für Männer geltenden Beschäftigungsform, zeigen sich an Teilzeitbeschäftigung, Leiharbeit, befristeter oder geringfügiger Beschäftigung, Arbeit auf Abruf sowie so genannter scheinselbständiger Beschäftigung.

Neue Beschäftigungsformen
Mit diesen Beschäftigungsformen sind Chancen wie Risiken verbunden. Die Chancen für Unternehmen bestehen in der Vergrößerung des Spielraums für Anpassungen von Personal und Personalumfang, bestehen in Kostenvorteilen. Für Beschäftigte können derartige Arbeitsformen eine Alternative zu Erwerbslosigkeit, die Realisierung von mehr, vor allem auch zeitlicher Selbstbestimmung und eine bessere Vereinbarkeit von familiärer und beruflicher Arbeit bedeuten.
Die Risken sind beträchtlich und nicht zu übersehen: Atypische Beschäftigungsformen bedeuten vielfach niedriges und diskontinuierliches Einkommen, weniger qualifizierte Tätigkeiten, schlechtere Aufstiegsmöglichkeiten, größere Instabilität des Arbeitsverhältnisses. Nicht zuletzt resultiert daraus oft eine eingeschränkte und zum Teil nicht ausreichende sozialstaatliche Absicherung. Was wir heute noch als atypisch bezeichnen, wird typisch für die Erwerbsarbeit der Zukunft sein.

Armut trotz Erwerbsarbeit
Lange Zeit wurde Armut mit Verelendung im 19. Jahrhundert oder in der Wirtschaftskrise der 1930er Jahre assoziiert. In jüngerer Zeit wurden darunter vor allem die Lebensbedingungen in Entwicklungsländern verstanden.
Seit einigen Jahren ist Armut selbst in reichen Gesellschaften zum Thema und zur Realität geworden. Armut heißt hier nicht absolute physische und soziale Verelendung, heißt nicht Infragestellung des Überlebens. Sie bedeutet allerdings Unterversorgung bzw. beträchtlich eingeschränkte materielle und soziale Teilhabechancen – in Relation zu den materiellen und sozialen Standards. Armut zeigt sich im Einkommens- und Bildungsmangel, in einem größeren Krankheitsrisiko, in der Notlage, sich notwendige Reparaturen nicht leisten zu können.
Betroffen davon sind keineswegs nur Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen keinen Zugang zu Erwerbsarbeit haben. Der letzte Armutsbericht verdeutlicht dies: „Insgesamt rund 228.000 erwerbstätige Personen im Erwerbsalter sind armutsgefährdet.“ Ihr Einkommen reicht nicht aus, um die Armutsgefährdung für sich und ihre Familien abzuwenden.

Chancen und Risiken ungleich verteilt
Erwerbslosigkeit prägte die letzten Jahrzehnte. Bedingt durch die einschneidende Wirtschaftskrise wird sie zukünftig noch mehr Menschen betreffen. Flexibilisierung meinte vorerst positiv veränderte Bedingungen für unselbständig Beschäftigte. Doch wurde der Begriff mittlerweile zu einem Charakteristikum der Erwerbsarbeitswelt, nämlich vor allem der Verfügbarkeit der Beschäftigten für das Unternehmen.
Die Anforderungen an Beschäftigte steigen. Die Übergänge in einer flexiblen Arbeitswelt von Job zu Job finden nicht nur häufiger statt. Sie sind oft für die davon Betroffenen mit Brüchen und damit auch mit Einkommensausfällen verbunden. Jene Menschen, die in einer Welt geforderter rascher Anpassung, Flexibilität und Mobilität nicht mitkommen können, werden mit beträchtlichen materiellen und sozialen Problemen konfrontiert.

Mindestsicherung
In dieser Situation bedarf es verschiedener Schritte: reichend von einem Ausbau der Arbeitsmarktpolitik, der Verbesserung der Zugänge zu Qualifikation bis hin zur Einführung einer Mindestsicherung. Letztere wird zu einer unumgänglichen Voraussetzung für die Sicherung von Teilhabechancen. Für junge Menschen ist nicht nur wichtig, ob und in welcher Höhe sie einmal eine Pension bekommen werden. Sie benötigen eine materielle Absicherung gerade auch wegen der veränderten Erwerbsarbeitsbiographie.
Flexicurity meint die soziale Abfederung und Absicherung unter den Bedingungen einer zunehmend flexibilisierten Welt. Flexicurity sollte kein Schlagwort bleiben. Der nach 1945 breit ausgebaute Sozialstaat bedarf der Anpassung. Seine Leistungen sind heute und zukünftig notwendiger denn je.


Emmerich Tálos. Der Autor ist Politikwissenschaftler an der Universität Wien.


Romero lebt!

Oscar Arnulfo Romero. Vor 30 Jahren, am 24. März 1980 wurde der Erzbischof von San Salvador während der Eucharistiefeier am Altar ermordet. Padre Rutilio Sánchez hat ihn persönlich gekannt. Im ypsilon-Interview erzählt der Koordinator von SERCOBA – Equipo de Servicio para Comunidades de Base – und langjährige SEI SO FREI-Projektpartner von seinen Erinnerungen an den mutigen Kirchenmann.

y Sie haben Monseñor Romero persönlich gekannt?
Rutilio Sánchez: Ich war Seminarist in der Diözese San Miguel. Damals war Padre Oscar Arnulfo Pfarrer von San Miguel und auch für die Seminaristen verantwortlich. Später übergab er mir in San Salvador die Pfarre San Martín. Als Erzbischof übertrug er mir die Leitung der Caritas.

y Wie würden Sie ihn beschreiben?
Sánchez: Wir erinnern uns an sein dunkles Aussehen, ein immer lächelndes Gesicht mit seinen ernsten Zügen. Wenn ihn die Sorgen belasteten, wurde er nachdenklich, aber immer war sein Gesicht heiter und lebendig im Gespräch. Seine Kleidung war immer einfach, er schaute nach vorne und in die Augen, wenn er mit einem sprach. Bevor er antwortete, lächelte er, seine Stimme war klar und seine Antwort sicher.

y Wie sehen die Menschen in El Salvador heute Romero?
Sánchez: Man erinnert sich seiner als Bischof der Armen, als Stimme derjenigen, die ihre Stimme verloren hatten. Er suchte nicht sein Martyrium, sondern die Wahrheit und wurde dafür mit dem Martyrium ausgezeichnet. Er lernte mit dem Volk. Er besiegte die Angst und besiegte sich selbst. Wie Jesus sagte er Dinge, die der Mehrheit Freude und Hoffnung gaben; und es gab eine mächtige Minderheit, die sich unwohl und beleidigt fühlte. Sein Wort vom Reich Gottes war weise und klug.

y Wie gegenwärtig ist Romero in El Salvador?
Sánchez: Seine Prophezeiung hat sich erfüllt: „Wenn sie mich töten, werde ich im Volk auferstehen.“ Wenn man von „Monseñor“ spricht, ist selbstverständlich er gemeint. Seine Ideen, sein Beispiel, seine aufgezeichneten Predigten werden wiederholt, man hört sie in den Versammlungen der Basisgemeinden. Diejenigen, die immer die Armen ausgebeutet haben, greifen ihn noch heute an, als wäre er am Leben; weshalb Romero in Wahrheit lebt, er ist keine Erinnerung. In vielen Häusern sieht man sein Foto. In vielen Städten steht seine Statue, viele Straßen tragen seinen Namen.

y Was ist seine wichtigste Botschaft für uns?
Sánchez: Er betonte, dass strukturelle Ungerechtigkeit „die größte Gewalt und Wurzel anderer Gewalt ist“. Und weiter: „Die soziale Gewalt provoziert die Hoffnungslosigkeit der Armen und dient als Versuchung, damit die Seele der Armen nicht zur Ruhe kommt.“ Als Lösung schlägt er vor: „Die beste Art, den sozialen Frieden zu erreichen, geschieht dadurch, dass sich die Armen organisieren und ihre Bedürfnisse gestillt werden.“

y Wie wird Romero wird als Heiliger verehrt?
Sánchez: Er ist heilig nicht nur für das Volk, auch für die Priester, Bischöfe und Pastoren der verschiedenen Kirchen, auch wenn Teile der katholischen Hierarchie in seinen Worten ein Risiko sehen. Denn sie führen zum Verlust von Privilegien und der Freundschaft mit Großgrundbesitzern und Mächtigen. Er begeistert Gläubige und Nichtgläubige. Er wird als Prophet der Gerechtigkeit verehrt, als Prophet der Gleichheit und Freiheit. „Er ist ein wundertätiger Bischof“, sagen die Leute. Er ist als Heiliger akzeptiert, auch wenn seine Kanonisierung noch einige Zeit braucht.

y War der Kampf Romeros vergeblich?
Sánchez: Sein Tod ist Zeichen der Hoffnung und der Auferstehung. Man ruft: „Jesus ist der Erlöser und Romero sein Prophet.“ Die Art und Weise, wie Romero das Evangelium darlegte, bewirkt, dass sich die Armen nicht unterkriegen lassen. Mit dem Tod von Romero entdeckte man, dass diejenigen, die sich katholisch nannten, keine Christen sind. Sie beteten nur ihre Macht und das Geld an, weshalb sie ihn Kommunist und Guerillero hießen. Genau wie man Jesus beschuldigte, mit dem Volk zu sein.
In der Welt gibt es tausende Gruppen, die sich „Monseñor Romero“ nennen: Institutionen, Schulen, Universitäten und andere. Bei der Taufe sagen tausende Väter und Mütter: „Er soll Oscar Arnulfo heißen, wie Monseñor.“ Romero lebt, er ist der Same für die Basisgemeinden. Als Auferstandener ist er allgegenwärtig. Er ist nicht mehr nur Salvadorianer, er gehört der Welt. So ist der Glaube.

y Können Sie uns eine typische Begebenheit mit Monseñor erzählen?
Sánchez: In einer Landgemeinde hat die Guardia Nacional einen Mann getötet, weil er Guerillero und Kommunist sei. Romero rief einige von uns Priestern, um ihn zu begleiten. Es war ein einfaches Haus. Er sprach mit der Witwe. Sein Gesicht zeigte sich besorgt – er betete, sagte Worte der Ermunterung, sprach von Jesus, der Bedeutung des Todes und der Auferstehung für Hoffnung und wahren Triumph. Die Gemeinde verabschiedete Monseñor und Monseñor verabschiedete sich von ihnen. Die Stille im Auto dauerte fast 20 Minuten. Dann sagte er: „Wie kann man sagen, dass ein Campesino, Analphabet, Katechist, der nie das Datum seines Geburtstages kannte, ein marxistisch leninistischer Guerrillero sein kann?“ Am Sonntag sagte er in der Predigt: „Man kann nicht Christ sein, und gleichzeitig diejenigen verfolgen, die das Evangelium predigen.“

y Was ist Ihre lebendigste Erinnerung an Romero?
Sánchez: Bei seiner Rückkehr vom Ad Limina-Besuch im Vatikan erzählte er uns, dass der Heilige Vater ihn gescholten habe, weil seine Predigten die Sicherheit und das Zusammenleben mit der herrschenden Klasse gefährdeten. Er sei informiert worden, dass er mit diesen Predigten das Volk gegen sie einnehme. Und er weinte! Seine Tränen flossen in Strömen, und er erzählte uns in aller Bescheidenheit, dass er geantwortet hätte, dass er der Bischof eines armen, ausgebeuteten Volkes sei, das immer und immer unterdrückt und getötet werde.

Interview: Gudrun Ernstbrunner, Luis Cordero

 

 



Das freie Wort

Stammtisch. Mit Rauchschwaden und Bierdunst, mit selbstgerechter Ausgrenzung von allem, was unbekannt und anders ist, haben die Stammtische der Katholischen Männerbewegung nichts zu tun. Ypsilon hat sich in Dornbirn, Ottensheim und Hollabrunn ungehört.


Stammtische sind ein offenes Angebot, sich über aktuelle Themen aus Politik, Gesellschaft und Kirche zu informieren. In Ottensheim bei Linz haben sie schon lange Tradition. „1985 wurde die Idee geboren, einmal pro Monat ein bestimmtes Thema zu besprechen. Und das im geordneten Rahmen, nicht im wilden Durcheinander des typischen Wirtshaus-Stammtisches“, erzählt Alois Dunzinger. Seither gab es bereits 218 Veranstaltungen. „Wir wählten den Namen ’Impulse’ für die Reihe, weil es einerseits Denkanstöße sein sollen und weiters auch Frauen angesprochen werden sollen.“ Traditionelle Stammtische seien je reine Männerrunden. Die „Impulse“ beginnen an Sonntagen um 10.30 Uhr und enden pünktlich um zu Mittag.

Meinungsbildung führt zum Tun
Die Meinungsbildung zu aktuellen Fragen ist auch das Ziel der gesellschaftspolitischen Stammtische, bei denen die KMB Vorarlberg Mitveranstalterin ist. Diskussion sei aber nicht alles, erklärt Helmut Nussbaumer: „Wir wollen die Themen aus christlicher Sicht zu beurteilen und konkret überlegen, dementsprechend zu handeln.“ Zeitpunkt ist jeweils ein Montag im Kolpinghaus Dornbirn. „Wir wählen bewusst nicht in ein Pfarrheim, um uns über den engeren Kreis kirchlicher Aktivistinnen und Aktivisten hinaus zu öffnen“, beschreibt Nussbaumer die Absicht.
Auf dem Podium sitzen Personen, die unterschiedliche, auch gegensätzliche Meinungen vertreten, oft auch Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft. Nach Kurzstatements und einer Diskussion auf dem Podium kann dann das Publikum Fragen stellen. Ein Moderator sorgt wie auch in Ottensheim für einen geordneten Gesprächsverlauf und dass jede und jede auch zu Wort kommen kann. „Dreißig bis sechzig Personen kommen im Schnitt“, erzählt Nussbaumer, „es gab aber auch Abende mit 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.“

Öffentlich sichtbar
Das Dekanat Hollabrunn gehört zu den mitgliederstärksten in der Katholischen Männerbewegung der Erzdiözese Wien. Neben den Dekanatsaktivitäten findet jeden Monat auch ein offener Stammtisch statt. Die Männer treffen einander entweder in einer der Filialkirchen zur Andacht mit anschließender Stammtischrunde zu regem, zwanglosem Meinungsaustausch. Oder es wird ein Betrieb bzw. eine der vielen Schulen im Stadtbereich besucht. Auch da sind das Zusammensitzen und der gemütliche Ausklang eingeplant. „Mit dem KMB-Stammtisch sprechen wir Männer an, die beim ‚normalen’ Angebot nicht zu sehen sind“, sagt Organisator Franz Amon. Die Themen sind breit gefächert und kommen von den Männern selbst. Von einem guten Nebeneffekt weiß Amon zu berichten: „Die KMB wird in der Öffentlichkeit sichtbar. Manche Stammtische schlagen sich auch in Berichten der Lokalzeitungen nieder.“

Markus Himmelbauer

 


Y? Y!

  • Ein ansprechend gestaltetes, sechsmal jährlich erscheinendes Magazin für Männer
  • Impulse für die Weiterentwicklung als Mann - in Beruf, Beziehungen, Freizeit und Spiritualität
  • Aktuelle Informationen über die Arbeit und Angebote der Katholischen Männerbewegung
  • Beiträge zur Gestaltung von Kirche und Gesellschaft aus dem Geist des Evangeliums
  • Aktuelle Literatur- und Web-Tipps

Das Magazin Y tritt die Nachfolge der Zeitschrift RUFer (> mehr Infos zum RUFer) an. Ein wesentliches Ziel der ansprechenderen Aufmachung ist, mehr Männer in Österreich zu erreichen und dort Impulse zu setzen.

Natürlich lässt sich Mann-Sein nicht auf das Faktum des Y-Chromosom reduzieren. "Typisch männliches" Verhalten hat mit der gesamten Sozialisation von Geburt an zu tun - inklusive der Erwartungshaltung von Seiten der Eltern, Kindergartenpädagoginnen, LehrerInnen oder anderen wichtigen Bezugspersonen.
"Der Name des neuen Magazin für Männer erinnert daran, dass dieses Y ein wesentlicher Teil männlicher Identität ist", betont Raimund Löffelmann, Vorsitzender der KMBÖ. Gleichzeitig wird Y als wichtiger Baustein der Informations- und Öffentlichkeitsarbeit der Katholischen Männerbewegung regelmäßig Beiträge und Anstöße zur laufenden Weiterentwicklung von männlichen Rollenbildern und Verhalten liefern. Noch nie haben sich Männer mit Ihrer Rolle so stark auseinander gesetzt wie heute. Immer mehr Männer engagieren sich stärker in Beziehungs- und Erziehungsarbeit, gehen neue von Partnerschaftlichkeit und Solidarität geprägte Wege in der Arbeitswelt, engagieren sich im weiten Feld sozialer Ehrenamtlichkeit.
Y bringt regelmäßig Beispiele aus solchen Veränderungsprozessen bringen und gleichzeitig auf nach wie vor oft starre, verkrustete Strukturen hinweisen, die immer wieder zu starken Benachteiligung von Frauen und zu Wirtschaftsstrukturen führen, die von Ausbeutung und ausschließlichen Gewinnstreben geprägt sind.
Eine der Säulen männlicher Identität ist die Spiritualität - viele Männer beschäftigen sich immer stärker mit Fragen nach den Lebensquellen, den Fundamenten des eigenen Handelns sowie mit Inhalten der katholischen Soziallehre. Spiritualität umfasst alle Lebensbereiche. Die Katholischen Männerbewegung versteht Männerpastoral entsprechend ganzheitlich, bietet Impulse und Begleitung für alle Männer an. Das Themenfeld Männerpastoral wird sich daher in allen Ausgaben von Y widerspiegeln.

Y löst Rufer ab

"Seit über 50 Jahren setzt die Katholischen Männerbewegung Impulse zur Männerpastoral, also zur ganzheitlicher Begleitung von Männern", berichtet Raimund Löffelmann, Vorsitzender der Katholischen Männerbewegung Österreich. Ab Mitte der 50er Jahre erschien der "Rufer" als Zeitung mit unterschiedlichen Erscheinungsbildern in den Diözesen, zu der es gerade in den letzten Jahren viele positive Rückmeldungen zu den Inhalten gab. Von Anfang an stand das "Apostolat der Männer" im Mittelpunkt - die Mitgestaltung von Kirche und Gesellschaft aus dem Geist des Evangeliums. Es ging auch um Männerpastoral: Das Ansprechen von Männern in ihrer konkreten Lebenssituation - auch von Männern, die kein KMB - Mitglied sind oder die der Kirche fern stehen.
Schon immer gab es Überlegungen für ein österreichweites, ansprechend und durchgängig vierfärbiges Medium. 2003 gelang es diese abzuschließen.

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