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ypsilon
Das österreichweite Mitgliedermagazin der Katholischen Männerbewegung

ypsilon ist eine österreichische Männerzeitschrift mit einem unverwechselbaren Inhalt: Aus der Quelle des christlichen Glaubens vertreten wir ein ganzheitliches Mann-Sein. Der ypsilon-Leser lebt seine Beziehungen partnerschaftlich in Familie und Beruf, er ist – gesundheitsbewusst – den angenehmen Seiten des Lebens nicht abgeneigt, er interessiert sich aktiv für politische Vorgänge und setzt sich mit einem weiten Horizont für einen weltweit gerechten Austausch der Güter ein.
ypsilon erscheint in sechs Ausgaben jährlich und wird an 35.000 Männer in ganz Österreich versendet.

Für nur 12 Euro im Jahr bekommen Sie sechsmal im Jahr Y druckfrisch ins Haus - ein Magazin, das in keinem Haushalt fehlen darf und sehr gut zum Auflegen geeignet ist z. B. in Männerberatungsstellen, Arztpraxen, usw.
Sie können Y über das > Bestellformular abonnieren oder auch gerne ein kostenloses Probeexemplar per E-Mail anfordern. Auf männernews.at finden Sie weitere Artikel vom Ypsilon und interessante News zum Thema "Mannsein". Das Heft zum Anschauen finden Sie hier Ypsilon online


 

-Männerfreundschaft

-Tema Tabu: Festung Europa

-Männerkirche vrs. Frauenkirche


- Leserbriefe

 


Freundschaft oder Networking?

Zusammenhalten. Schon in meiner Jugend hat mich das Bergsteigen begeistert. In Seilschaften haben wir ein Ziel nach dem anderen in Angriff genommen. Immer waren Schwächere und Stärkere dabei, das Gipfelkreuz haben wir aber stets gemeinsam erreicht.

Seilschaften sind auch im politischen und wirtschaftlichen Leben hilfreich. Gerade uns Männern wird nachgesagt, dass wir wahre Meister im Aufbau solcher Seilschaften sind. Für jedes Ziel gibt es den geeigneten Klub oder Verein. Die Wahl der richtigen Seilschaft ist Voraussetzung, meine Karriereziele zu erreichen. Heute sprechen wir von „Networking“: „Erfolgreiche Menschen haben immer ein größeres und besseres Netzwerk sozialer Beziehungen als andere“, lese ich im Internet in einer Anleitung auf www.br-online.de. „Networking ist ein methodisches und systematisches Vorgehen, Kontakte zu knüpfen, Beziehungen zu pflegen und längerfristig zu gestalten und alles mit der Absicht der gegenseitigen Förderung, des Austausches und des persönlichen Vorteils. Wer über ein funktionierendes Netzwerk verfügt, kommt schneller ans Ziel – beruflich wie privat.“

Kontakte, die nützlich sind

Wie können andere Menschen für mich nützlich sein? „Gleichgültig, ob er einen kompetenten Spezialisten für Augenleiden, einen Anwalt für Steuerrecht oder Tipps für die Bewerbung bei einem Unternehmen braucht, der erfolgreiche Netzwerker kennt jemanden, den er um Rat fragen kann. Ein solches Netzwerk will sorgfältig aufgebaut und ständig gepflegt werden.“ Viele gute Tipps folgen, die mich zu einem erfolgreichen Netzwerker werden lassen.
Wie erkenne ich welche Menschen für mich nützlich sind? Wie kann ich Verbindungen zu ihnen aufbauen und sichern? Wenn ich lerne, mit dem passenden Blick auf den Anderen zu schauen, bekomme ich schnell ein Gespür dafür, wo es sich lohnt Kontakte zu pflegen und Zeit zu investieren. Bei vielen Menschen merke ich gleich, dass sie für mich wenig nützlich sein werden und brauche mich nicht weiter um sie bemühen. Meine Ressourcen sind ja beschränkt.

Die eigene Marke pflegen

Auf der anderen Seite muss ich aber auch mich selbst so inszenieren, dass andere den Eindruck haben, ich könnte nützlich für sie sein. Wir haben aus der Werbung gelernt, dass es auf die Verpackung ankommt: „Lernen Sie, sich einprägsam vorzustellen. Wie Sie das genau machen, sagt viel über Sie aus. Haben Sie den Mut, sich anderen zu präsentieren. Wenn Sie bemerkt werden und bekannt sind, können Sie mühelos ihre Kontakte vervielfältigen. ‚Bescheidenheit‘ ist nicht das richtige Wort für Ihre Selbstdarstellung. Sie darf niemals übertrieben oder peinlich sein. Sie sollte aber auch nicht zu schüchtern und abwehrend, also zu bescheiden ausfallen.“ – So einer der Ratschläge aus dem Internet.

Freunde sind mir zugefallen

Können wir Männern auf der Suche nach Seilschaften die Katholische Männerbewegung empfehlen? Ich habe schon den Einen oder Anderen erlebt, der sich enttäuscht von der KMB verabschiedet hat, weil sie ihm in diesem Sinn nicht nützlich war.
In den zwanzig Jahren, in denen ich in der Männerbewegung mitlebe, habe ich viel über Männerfreundschaft gelernt. Freunde habe ich mir nicht ausgesucht, sie sind mir zugefallen: In den vielfältigen Gruppen der KMB bin ich mit den unterschiedlichsten Männern in Kontakt gekommen, auf die ich sonst niemals zugegangen wäre. Wir haben einander ein Stück weit auf unserem Weg durchs Leben begleitet. Das gewachsene Vertrauen hat bald alle Masken und gespielten Selbstdarstellungen weggeräumt.

Das Leben teilen

Freundschaft ist nur dort geworden, wo wir einander zumuten konnten. Nicht was der Andere ist sondern wer er ist, interessiert mich. Nicht sein Beruf, sein Titel, seine gesellschaftliche Position, sondern das, was ihm als Mensch wichtig ist. Freundschaft heißt, etwas von dem Miteinander zu teilen, was mir wichtig ist. Etwas von meiner „Freude und Hoffnung, Trauer und Angst“, wie es in der Präambel zur Pastoralkonstitution „Gaudium et Spes“ über die „Kirche in der Welt von heute“ des II. Vatikanischen Konzils heißt. Worüber denkst du gerade nach, was beschäftigt dich, was lässt dich in der Nacht unruhig aufwachen, was hast du für utopische Visionen, worüber hast du dich gestern maßlos geärgert, um welche Menschen machst du dir Sorgen, was gibt dir Kraft?

Den Gipfel gemeinsam ersteigen

Freunde sind für mich wie ein Spiegel: Sie zeigen mir, wie ich wirklich bin. Sie nehmen mir die Illusion, wie ich glaube zu sein, holen mich auf den Boden der Wirklichkeit zurück. Freunde trösten, wo ich in meinen Niederlagen zu versinken drohe; Freunde fragen nach, wo ich zu einseitig in meinem Urteil werde; Freunde ziehen mir aber auch manchmal den Sessel weg, wenn ich mich zu bequem in mich verkriechen möchte; sie fordern mich heraus, neu das Abenteuer Leben zu wagen.
Freundschaften sind also doch auch Seilschaften. Sie helfen mir über Gletscherspalten und Abgründe, in die ich sonst zu fallen drohe. Sie geben meinem Leben einen Rhythmus, der mich ans Ziel kommen lässt. Sie bremsen, wo ich zu ungestüm vorwärts stürmen möchte und ziehen mich da weiter, wo ich erschöpft liegen bleibe. Wenn das Wetter nicht passt, brechen wir gemeinsam die Tour ab und steigen wieder ab. Wenn einer von uns nicht mehr weiter kann, bringen wir ihn gemeinsam zurück ins Tal. Der Gipfel ist deshalb ein Erlebnis weil wir ihn gemeinsam erstiegen haben. Freundschaften sind nützlich für mich, weil sie mich durchs Leben tragen. Sie nützen mir nicht für meine Karriere, für meinen beruflichen und gesellschaftlichen Aufstieg, aber sie sind sehr wohl nützlich für meine persönliche Entwicklung und Entfaltung. Vielleicht hilft mir das dann auch für meine beruflichen Pläne, vielleicht hilft mir das, in der Gesellschaft einen guten Platz zu finden.

Bernhard Steiner. Der Autor ist KMB-Obmannstellverstreter der Diözese Linz.


Keine Idylle an Europas Urlaubsstränden

Festung Europa. Auf Einladung der Katholischen Männerbewegung war der Migrationsexperte Elias Bierdel in Graz-St. Martin und in St. Pölten zu Gast. Der ehemalige Leiter des Organisation Cap Anamur sprach über die katastrophale Situation der Flüchtlinge im Mittelmeer.

Der Sommer kommt und mit ihm die Freude auf Urlaub und Erholung, für viele an den Stränden in Europas Süden: abschalten von den Sorgen des Alltags, relaxen und die Seele baumeln lassen. Der reiche Norden erholt sich hier von den Strapazen, die ihm die Bereitstellung seines Reichtums das Jahr über beschert. Die All-inclusive-Freizeitindustrie beherrscht die Szene mit Pauken und Trompeten, ehe sie im Herbst eine ausgelaugte und ermattete Landschaft zurücklässt.

Grenzwall gegen die Armut

Europas Strände des Südens sind die Grenzlinien zu einer anderen Welt, zur Welt der Armen. Der Grenzwall umschließt Europa, Nordamerika, Australien und Neuseeland, wo 14 % der Weltbevölkerung 73 % des Einkommens für sich beanspruchen. An Europas Süden drängt die „afrikanische Platte“ mächtig nach Norden und führt zu erschütternden Bruchlinien der Menschlichkeit und der Solidarität auf diesem Globus. Dort nämlich laufen die massenhaften Flüchtlingsströme auf harten Grund, wenn sie nicht vorher schon in den Fluten des Meeres verschwunden sind. Sie kommen in völlig unzureichend ausgerüsteten Kuttern und Schlauchbooten daher, wahrscheinlich von skrupellosen Vermittlern auf die Reise geschickt, und fahren oft auf geradem Weg in den Abgrund. Zwischen 4.000 und 20.000 Opfer schätzen nichtstaatliche Organisationen NGOs pro Jahr. Die Bandbreite ist deshalb so groß, weil offizielle Zählungen verboten sind bzw. niemals an die Öffentlichkeit gelangen. Best ausgerüstete Kriegsschiffe werden auf hohe See geschickt, um diese für die kleinen Schinakeln unbefahrbar zu machen. Ihr Wellengang hat sie längst „abgetrieben“ und aus dem Blickfeld der Behörden geschafft. Was hinter den nassen Kulissen geschieht, kratzt keinen mehr.

Das Schicksal der Cap Anamur

Ein Lied von dieser Wirklichkeit kann Elias Bierdel singen. Er arbeitet seit März 2010 als Experte für Migration und Grenzmanagement am Österreichischen Studienzentrum für Frieden und Konfliktlösung in Schlaining. Der gebürtige Berliner war 2004 der Vorsitzende eines Hilfskomitees, das im Hafen von Lübeck ein Hilfs- und Rettungsschiff, die Cap Anamur, ausrüstete, um schiffbrüchigen Flüchtlingen erste Hilfe zu leisten. Da entdeckten sie im Hoheitsgewässer der Insel Malta ein schiffbrüchiges Schlauchboot, besetzt mit 37 afrikanischen Flüchtlingen, die seit Tagen auf dem Wasser trieben, keinen Treibstoff mehr hatten, weil der vorhandene gar nicht zum Motor passte und diesen kaputt gemacht hat. Sie hatten kein Wasser und keine feste Nahrung mehr an Bord und ihr Boot begann bereits, Luftdruck zu verlieren. Selbst die stärksten unter ihnen waren nicht mehr in der Lage, die rettende Strickleiter hinaufzuklettern, sie mussten einzeln mit Seilen hochgezogen werden.
Nach der ärztlichen Notversorgung an Deck wurde verzweifelt versucht, eine Landegenehmigung in Sizilien (Porto Empedocle) zu erlangen. Diese wird nach allen formalen Erledigungen zunächst auch erteilt, aber ca. 20 km vor Land wieder zurückgezogen. Der Erzbischof von Sizilien und zwei Comboni-Missionare setzten sich tatkräftig für die Schiffbrüchigen ein. Elf Tage treibt die Cap Anamur vor der Küste. Als die physischen und psychischen Zustände an Bord unerträglich werden, entschließen sich Elias Bierdel und sein Kapitän zur illegalen Landung im sizilianischen Hafen. Beide werden sofort in Haft genommen, die Flüchtlinge notversorgt und später wieder nach Afrika zurückgeschickt. „Da habe ich zum ersten Mal einen Schwarzafrikaner weinen gesehen“, schildert Bierdel die verzweifelte Situation.
Bierdel und sein Kapitän selber werden in Agrigent vor Gericht gestellt. Ihnen werden Schlepperei und ungerechtfertigte Medienmache vorgeworfen. Sie werden mit vier Jahren Haft und 400.000 Euro Bußgeld bedroht. Der Prozess dauert vier Jahre und endet schließlich mit einem totalen Freispruch. Denn zuletzt griff die Erkenntnis Platz, dass nur durch das beherzte und rasche Eingreifen der Cap Anamur die 37 Afrikaner gerettet werden konnten: Rettung in höchster Not kann kein und darf Verbrechen sein kann.

Tod im Mittelmeer

An den Ferienstränden Südeuropas landen immer wieder „Nussschalen“, deren Besatzung den Strapazen der Überfahrt nicht gewachsen war und bereits tot ankommt. Die Leichen werden eilends irgendwo vergraben, auf den Friedhöfen gibt es keinen Platz dafür. So werden unsere südlichen Strände langsam zum größten Massengrab des Kontinents. Höchstens kleine Gedenktafeln sind dort zu entdecken sind mit der Aufschrift „Afrikaner“ – mehr weiß man von ihnen nicht. Wie viele der Gestrandeten, die verzweifelt in Europa eine Zukunft suchten, der Meeresboden unseres schönen Mittelmeeres birgt, kann man nicht einmal schätzen.
Schätzen kann man aber die Tragödien, die sich hier abgespielt haben müssen und immer noch abspielen, unbemerkt von der Öffentlichkeit und wohl auch abgeschirmt vor dem Blick der Verantwortlichen. „Kirchenräume“, so sagt Elias Bierdel, „sind dafür prädestiniert, solche Wahrheiten auszuhalten, zu betrauern und zu beweinen. Wir können nicht alle auf eine Cap Anamur, aber wir können unsere Betroffenheit über die andere Seite der Wohlstandswirklichkeit in der Festung Europa zeigen. Sie muss ein Umdenken in der privaten Lebensführung bewirken, weg vom Zwang des immer mehr und immer erfolgreicher, hin zu Werten der Menschlichkeit und inneren Qualität.“
Unsere Wohlstandswelt ist zur ‚walled world’ – zur Welt, die von einer Mauer umgeben ist – geworden. Sie hält es für naturbedingt, dass die Einen hungern und die Anderen schwelgen. Das Elend der Flüchtlinge im Mittelmeer bleibt der Beichtspiegel für Besinnung und Umkehr.

Ernest Theußl. Der Autor ist Diözesanobmann der KMB Steiermark.



Männerkirche – Frauenkirche. Über den unterschiedlichen Zugang der Geschlechter zum Glauben sprach ypsilon mit Abtprimas Notker Wolf.

Das Chorgebet von Ordensfrauen und Ordensmännern ist dasselbe. Dennoch gibt es das Wort „Frauen und Männer glauben anders“.
Notker Wolf: Wir haben denselben Glauben, aber wir drücken ihn anders aus. Vielleicht haben Frauen eine größere Nähe zur Mystik, zu einer Glaubenserfahrung mit dem Herzen und mit dem Körper. Im Neuen Testament ist die Rolle der Frau eine andere als jene der Männer. Frauen haben eine viel größere menschliche Nähe zu Jesus und sie lassen sich auch nach der Kreuzigung nicht beirren. Die Männer sind abgehaut.

Die Unterschiede liegen im Wesen der Geschlechter?
Notker Wolf: Die Natur hat uns unterschiedlich geschaffen. Schauen wir, dass etwas Gutes dabei herauskommt. Frauen stellen Blümchen auf den Tisch, für Männer genügt es, dass es da etwas gibt, wo man den Bierkrug draufstellen kann. Die Unterschiede sind eigentlich sehr schön, sie machen das Leben bunt: Frauen und Männer können sehr nah beisammen und zärtlich zueinander sein. Wir Männer fordern einander sehr, lassen dann aber auch wieder mal fünf gerade sein. „Kameradschaft“ wäre ein Schlagwort dafür.

Wie könnte eine speziell männliche Lebensform des christlichen Glaubens aussehen?
Notker Wolf: Männer sind im Schnitt aktiver, sie sind lauter. Sie singen, dass die Wände wackeln und sie treten mehr nach außen auf. Petrus hat dem Malchus ein Ohr mit dem Schwert abgeschlagen. Das wäre einer Frau nie eingefallen. Dafür salbt eine Frau Jesu Füße mit kostbarem Öl. Das Mann-Sein Jesu ist jedenfalls ein Vorbild: Er war kein Macho. Er war einer, der mit den Frauen respektvoll umgegangen ist, er hat die Sünderin aus ihrer Bedrängnis herausgeführt.

Welche Impulse können Ordensgemeinschaften den Männern bieten?
Notker Wolf: Ich freue mich, wenn Männer zu uns zu Gast kommen. Sie können sehen, dass wir auch g’standene Mannsbilder sind und dass wir etwas arbeiten. Und ich will ihnen unsere Quellen zeigen, aus denen wir schöpfen. Die Erfahrung soll sein, dass wir in unterschiedlichern Lebensumfeldern miteinander unterwegs sind.

Interview: Markus Himmelbauer


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Leserbrief Kirche

Leserbrief LKOOE (LEBENSMITTEL – DER KONSUMENT ENTSCHEIDET)

Leserbrief vegetarisch essen

Leserbrief Weltblick


Y? Y!

  • Ein ansprechend gestaltetes, sechsmal jährlich erscheinendes Magazin für Männer
  • Impulse für die Weiterentwicklung als Mann - in Beruf, Beziehungen, Freizeit und Spiritualität
  • Aktuelle Informationen über die Arbeit und Angebote der Katholischen Männerbewegung
  • Beiträge zur Gestaltung von Kirche und Gesellschaft aus dem Geist des Evangeliums
  • Aktuelle Literatur- und Web-Tipps

Natürlich lässt sich Mann-Sein nicht auf das Faktum des Y-Chromosom reduzieren. "Typisch männliches" Verhalten hat mit der gesamten Sozialisation von Geburt an zu tun - inklusive der Erwartungshaltung von Seiten der Eltern, Kindergartenpädagoginnen, LehrerInnen oder anderen wichtigen Bezugspersonen.
"Der Name des neuen Magazin für Männer erinnert daran, dass dieses Y ein wesentlicher Teil männlicher Identität ist", betont Raimund Löffelmann, Vorsitzender der KMBÖ. Gleichzeitig wird Y als wichtiger Baustein der Informations- und Öffentlichkeitsarbeit der Katholischen Männerbewegung regelmäßig Beiträge und Anstöße zur laufenden Weiterentwicklung von männlichen Rollenbildern und Verhalten liefern. Noch nie haben sich Männer mit Ihrer Rolle so stark auseinander gesetzt wie heute. Immer mehr Männer engagieren sich stärker in Beziehungs- und Erziehungsarbeit, gehen neue von Partnerschaftlichkeit und Solidarität geprägte Wege in der Arbeitswelt, engagieren sich im weiten Feld sozialer Ehrenamtlichkeit.
Y bringt regelmäßig Beispiele aus solchen Veränderungsprozessen bringen und gleichzeitig auf nach wie vor oft starre, verkrustete Strukturen hinweisen, die immer wieder zu starken Benachteiligung von Frauen und zu Wirtschaftsstrukturen führen, die von Ausbeutung und ausschließlichen Gewinnstreben geprägt sind.
Eine der Säulen männlicher Identität ist die Spiritualität - viele Männer beschäftigen sich immer stärker mit Fragen nach den Lebensquellen, den Fundamenten des eigenen Handelns sowie mit Inhalten der katholischen Soziallehre. Spiritualität umfasst alle Lebensbereiche. Die Katholischen Männerbewegung versteht Männerpastoral entsprechend ganzheitlich, bietet Impulse und Begleitung für alle Männer an. Das Themenfeld Männerpastoral wird sich daher in allen Ausgaben von Y widerspiegeln.

"Seit über 50 Jahren setzt die Katholischen Männerbewegung Impulse zur Männerpastoral, also zur ganzheitlicher Begleitung von Männern", berichtet DI Dr. Leopold Wimmer, Vorsitzender der Katholischen Männerbewegung Österreich. Ab Mitte der 50er Jahre erschien der "Rufer" als Zeitung mit unterschiedlichen Erscheinungsbildern in den Diözesen, zu der es gerade in den letzten Jahren viele positive Rückmeldungen zu den Inhalten gab. Von Anfang an stand das "Apostolat der Männer" im Mittelpunkt - die Mitgestaltung von Kirche und Gesellschaft aus dem Geist des Evangeliums. Es ging auch um Männerpastoral: Das Ansprechen von Männern in ihrer konkreten Lebenssituation - auch von Männern, die kein KMB - Mitglied sind oder die der Kirche fern stehen.
Schon immer gab es Überlegungen für ein österreichweites, ansprechend und durchgängig vierfärbiges Medium. 2003 gelang es diese abzuschließen.

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