Donnerstag 15. November 2018

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Ernest Theußl neuer Vorsitzender der Katholischen Männerbewegung Österreich


 

 

Die Konferenz der Katholischen Männerbewegung im Stift Rein wählte am Freitag, den 09. November den Steirer zum Nachfolger von Leopold Wimmer (Präsident der Katholischen Aktion Österreich).

 

Auf der Herbstkonferenz hat die Katholische Männerbewegung Österreich einen Wechsel an ihrer Spitze vorgenommen. Ernest Theußl wurde zum Nachfolger von Leopold Wimmer gewählt, der kein weiteres Mal kandidierte.

 

Geboren am 6. Jänner 1947 in Deutschlandsberg in der Steiermark, studierte Theußl Theologie in Graz. Am 1. Jänner 1978 wurde er Mitglied der Katholischen Männerbewegung. Er unterrichtete Religion am BORG Deutschlandsberg bis 2010, dem Jahr, in dem er in Pension ging. Sieben Jahre davor, am 11. November 2003 wurde Theußl Obmann der Katholischen Männerbewegung Graz-Seckau. Der neue Vorsitzende der KMBÖ ist verheiratet und hat 3 Söhne und 3 Enkelkinder. Außer seiner Tätigkeit in der KMB ist Theussl derzeit Vorsitzender des Pfarrgemeinderates Deutschlandsberg, Mesner, Vorbeter, Lektor, Kommunionhelfer und Wortgottesdienstleiter.

 

„Einer der Leitsätze, die ich in meiner Studienzeit kennenlernte, ist: Lieber einmal mit schmutzigen Händen vor deinen Schöpfer treten als mit leeren. Und ein Zweites: Die Erkenntnis von Viktor Frankl, dass wir uns den Sinn des Lebens selber schaffen können und müssen, indem wir uns an eine Person, eine Aufgabe verschwenden und uns nur im Gegenüber selber finden. Mit dieser Devise möchte ich auch in diese neue Aufgabe hineingehen. All die Erfahrungen, die ich gemacht habe, all die Erkenntnis und Einsicht, die ich gewonnen habe, all den Optimismus, den ich mir noch immer bewahrt habe, möchte ich heranziehen, um für die Katholische Männerbewegung in ihrer Zielsetzung als Laienorganisation der Katholischen Kirche bestmögliche Arbeit zu leisten“, unterstreicht Ernest Theußl.

 

„Das alles kann nur gelingen, wenn alle zusammenhalten. Die ersten Christen sind in ihrer heidnischen Umwelt damit aufgefallen, wie sie miteinander umgingen. Diese urchristliche Tugend müssen wir bewahren und weitergeben. Deshalb bin ich allen dankbar, die sich bisher in der KMB engagiert haben. Insbesondere meinen Vorgängern im Vorsitz, DI Hubert Andiel, Raimund Löffelmann und DI Dr. Leopold Wimmer. Auf ihren allseits geschätzten Leistungen aufzubauen, ist Ansporn und Ehre genug“, betont Ernest Theußl.

 

Theußl erklärte nach der Herbstkonferenz der KMBÖ: „Zu den Aufgaben der Katholischen Männerbewegung gehört als Laienorganisation den Glauben unserer Mitglieder zu stärken, ihnen dabei zu helfen, dass sie diesen glaubwürdig weitergeben können und für die am Rande Stehenden Andockstationen zu sein, wenn sie nach uns suchen. Diese Rolle kann nur vor Ort ausgefüllt werden, in unseren Pfarren, die ich weiterhin für die Hefe in der Kirche halte, in unseren Runden und Gruppen, wo immer wir uns zusammenfinden: Und wir finden im Glauben zusammen“.

 

Portrait Ernest Theußl zum Downloaden: Ernest Theußl.jpg (KMB/honorarfrei)

 

Neuer Vorstand der KMBÖ. V.l.n.r.: Helmut Wieser (Kassier), Paul Röttig (KMB-Eisenstadt), Ernest Theußl (Vorsitzender), Herbert Nußbaumer (Stv.-Vorsitzender), Leopold Wimmer (KMB-St. Pölten), Wolfgang Schönleitner (KMB-Linz), Richard Wagner (KMB-Wien)
(Nicht im Bild: Christian Reichart, Helmut Dachs, Andreas Jakober)

 

 

 

Leopold Wimmer bedankte sich für die Zusammenarbeit in den letzten 10 Jahren und hofft, dass die KMB weiterhin das christliche Engagement der Männer fördert, zur Bewusstseinsbildung beiträgt und solidarisches Handel unterstützt.

Neuer KAÖ-Präsident Wimmer: Glauben in Europa präsent halten


Salzburg, 23.10.2018 (KAP) "In Europa ist es wichtig, den Glauben in der Gesellschaft präsent zu halten": Zu dieser Herausforderung gehört nach Überzeugung des neuen Präsidenten der Katholischen Aktion Österreich (KAÖ), Leopold Wimmer, auch, "auf aggressive Angriffe zu reagieren, die gläubige Menschen als 'dumm' oder Ähnliches darstellen". Einerseits gelte es Spiritualität, Glaube und Gemeinschaft zu stärken, andererseits christliche Werthaltungen in die Gesellschaft einzubringen, so Wimmer im Gespräch mit der Kooperationsredaktion der österreichischen Kirchenzeitungen. Als Beispiele dafür, dass Glaube bedeutet, Solidarität zu zeigen, also tätige christliche Nächstenliebe, nannte er Spendenaktionen wie "Sei so frei" oder den "Familienfasttag" sowie viele Aktivitäten der Katholischen Jugend.

Leopold Wimmer war bei der jüngsten KAÖ-Konferenz am Wochenende zum Nachfolger von Gerda Schaffelhofer gewählt worden und bildet nun mit den Vizepräsidenten Madga Krön und Armin Haiderer die neue Spitze der offiziellen katholischen Laienorganisation. "Wir müssen generell in einer Gesellschaft, die zunehmend plural und zum Teil auch säkularisiert ist, den Glauben zur Sprache bringen und den Menschen zeigen, dass der Glaube eine Bereicherung für das Leben ist", betonte Wimmer im Interview. Dabei komme es weniger auf die Funktion des KAÖ-Präsidenten an als vielmehr auf die Tausenden in der Katholischen Aktion Engagierten. Auch Papst Franziskus sei "ein großes Geschenk für die Kirche, wenn es darum geht, den Glauben wieder ins Gespräch zu bringen".

Das traditionell große Engagement der KAÖ im gesellschaftspolitischen Bereich möchte Wimmer auf eine möglichst breite Basis stellen, wie er ankündigte. Stellungnahmen sollten gemeinsam vorbereitet und dann der Öffentlichkeit mit einer gemeinsamen Meinung vermittelt werden. Aktuell berate die KAÖ vor dem Hintergrund der Enzyklika "Laudato si" über eine ökosoziale Steuerreform. Bei kurzfristig notwendigen Stellungnahmen meine er aufgrund seiner langjährigen Erfahrung "einigermaßen zu wissen, was man im Namen der KAÖ sagen kann", so Wimmer, "auch wenn ich mir der Bandbreite der Meinungen bewusst bin".

In der Beziehung zu den Bischöfen, die die Wahl des neuen KAÖ-Präsidiums erst bestätigen müssen, setze er auf "Dialog, viele Gespräche und auch das Abstimmen von Zielsetzungen", erklärte Wimmer. "Es geht mir darum, das gute Miteinander unter Achtung der jeweiligen Zuständigkeiten fortzusetzen."

Leopold Wimmer (65) stammt aus dem Waldviertel. Er studierte Physik an der Technischen Universität Wien, war dort Assistent und später in der IT- und Telekommunikationsbranche tätig. 1993 wechselte er zur Caritas St. Pölten und war bis Ende Mai 2018 deren Wirtschaftsleiter. Seit 1990 ist Wimmer Vorsitzender der Katholischen Männerbewegung der Diözese St. Pölten, seit 2008 zudem Vorsitzender der Katholischen Männerbewegung Österreichs (KMBÖ). Wimmer ist seit 43 Jahren verheiratet und zweifacher Vater und Großvater.

 



 

Leopold Wimmer neuer Präsident der Katholischen Aktion Österreich

Konferenz der KAÖ wählte den Niederösterreicher zum Nachfolger von Gerda Schaffelhofer – Engagement für solidarisches Miteinander und Bewahrung der Schöpfung wesentliche gesellschaftspolitische Anliegen der Katholischen Aktion

 

Leopold Wimmer ist neuer Präsident der Katholischen Aktion Österreich (KAÖ). Die Konferenz der KAÖ wählte Wimmer zum Nachfolger von Gerda Schaffelhofer, die die vergangenen sechs Jahre an der Spitze der offiziellen katholischen Laienorganisation stand und kein weiteres Mal kandidierte. Zur neuen KAÖ-Vizepräsidentin wurde Magda Krön gewählt, neuer Vizepräsident ist Armin Haiderer. Der Theologe Paul Zulehner wird weiterhin als Geistlicher Assistent der Katholischen Aktion zur Verfügung stehen. Die Neugewählten müssen in ihren Ämtern noch von der Österreichischen Bischofskonferenz bestätigt werden.

 

DI Dr. Leopold Wimmer (65) stammt aus dem Waldviertel. Er studierte Physik an der Technischen Universität (TU) Wien. Nach beruflichen Tätigkeiten als Assistent an der TU Wien und in der IT- und Telekommunikationsbranche wechselte er 1993 zur Caritas St. Pölten. Bis Ende Mai 2018 war er Wirtschaftsleiter der diözesanen Caritas. Seit 1990 ist Wimmer Vorsitzender der Katholischen Männerbewegung der Diözese St. Pölten, seit 2008 zudem Vorsitzender der Katholischen Männerbewegung Österreichs (KMBÖ). Wimmer ist seit 43 Jahren verheiratet und zweifacher Vater und Großvater.

 

Mag. Magda Krön (72) war Hochschullehrerin an der Pädagogischen Hochschule Salzburg, zuständig für Lehrerfortbildung sowie Kultur- und Museumspädagogik. Sie ist Stellvertretende Vorsitzende des Katholischen Akademikerverbandes Österreich (KAVÖ). Mag. Armin Haiderer (38) ist Historiker und Theologe und arbeitet als Lehrer in St. Pölten und als Kampfkunstlehrer. Seit 2008 steht an der Spitze der Katholischen Aktion der Diözese St. Pölten.

 

Für Solidarität und gegen Spaltung

 

„Wesentliches Ziel der Katholischen Aktion ist es, den christlichen Glauben in zeitgemäßer Form aktiv und gemeinsam zu leben und ein Miteinander aller in der Kirche zu fördern. Aufgabe der KAÖ als Dachorganisation ist, das Engagement der verschiedenen Bewegungen und der KA in den Diözesen auf Österreich-Ebene zu vernetzen und zu verstärken“, so der neue KAÖ-Präsident. „Wir wollen den Menschen zeigen, dass der Glaube sowohl für die persönliche Lebensgestaltung als auch für die Mitgestaltung der Gesellschaft wertvoll ist. Die Katholische Aktion wirkt aus den Werten des Glaubens heraus in die Gesellschaft hinein. Gerade in einer Gesellschaft, die sich offensichtlich zunehmend entsolidarisiert, rücken wir den Wert der Solidarität und eine Stärkung des Miteinanders in den Vordergrund. Wir setzen uns ein für einen Ausgleich zwischen allen Bevölkerungsgruppen und gegen eine Spaltung und ein Gegeneinander in der Gesellschaft, das auch in der Politik von manchen derzeit betrieben wird“, unterstreicht Wimmer. 

 

Einsatz für öko-soziale Steuerreform

„Ebenso ist uns der Einsatz für die Bewahrung der Schöpfung, d.h. den Schutz unserer Umwelt und des Klimas auf unserem Planeten ein hohes Anliegen, gerade auch im Sinne der Enzyklika ‚Laudato si‘ von Papst Franziskus. Daher werden wir und als Katholische Aktion in den nächsten Monaten verstärkt für eine öko-soziale Steuerreform in Österreich einsetzen“, kündigt der neue KAÖ-Präsident an.

 



 

"Die Kunst des Reisens“: Mit diesem Thema beschäftigt sich die Katholische Männerbewegung im Sommer in der jüngsten Ausgabe ihres Männermagazins Ypsilon.


Als Impulsgeber konnte Christian Hlade, Gründer und Leiter von Weltweitwandern, gewonnen werden.

 

Die Sommerzeit ist voll in der Blüte, und wie immer ist das wichtigste Thema der

Urlaub: Wohin soll es heuer gehen? Städtetrip oder stiller Strand irgendwo in Asien?

Wie lange und wie teuer? Die Kunst des Reisens ist das Hauptthema des Männermagazin Ypsilon.

 

Autor Christian Hlade gibt einen sehr persönlichen Einblick in sein Reiseverhalten und hält für Sie interessante Tipps für nachhaltiges Reisen parat. „Reisen sind wunderschön und unglaublich bereichernd. Noch immer gilt für mich, dass Reisen wertvolle Inspirationen liefern. Oft kommt man von einer Reise verändert zurück. Was bei der Abreise noch als Riesen-Problem gesehen wurde, ist nach einigem Abstand und auch Erfahrungen wie es Menschen woanders geht, nicht mehr so ein Ding. Praktisch immer kommt man bereichert zurück“, betont Christian Hlade.

 

Es gibt allerdings einige Dinge, die man beim Planen einer Reise bedenken sollte u.a. das richtige Reiseziel, Gelassenheit und die eigenen Bedürfnisse richtig einzuschätzen und danach planen. „Die starke Konzentration des Tourismus auf manche Länder und Regionen ist zu viel. Die dadurch entstehenden Überlastungssituationen und die Naturzerstörung, die damit einhergeht, wird – da bin ich mir sicher – wieder einen Gegentrend auslösen. Genauso wie enttäuschte Kunden nach einem Billigeinkauf von fehleranfälligen technischen Geräten ohne Wartung und Beratung dann wieder mehr Service und Qualität wünschen, werden Reisegäste nach enttäuschenden massentouristischen Erlebnissen sich wieder nach mehr Authentizität und Natürlichkeit umsehen“, erklärt Hlade.

 

Der Mitgliederteil des Männermagazin Ypsilon beginnt in der neuesten Ausgabe mit Autor Martin Lintner, der einen Rückblick auf die Enzyklika „Humanae Vitae“, die heuer ihr 50-jähriges Bestehen feiert, macht. Im fünften Teil der Serie über „100 Jahre Republik“ beleuchtet Ernest Theußl die Zeit der Naziherrschaft in Österreich, interessant hierbei sind vor allem die Querverbindungen zur Kirche.

 

Das Online-Magazin finden Sie unter: www.kmb.or.at/ypsilon

Zulehner zu 70 Jahren KMBÖ: Männer brauchen Entängstigung


Linz, 23.06.2018 (KAP) Seit dem Beginn des dritten Jahrtausends ist es durch eine Zunahme von Ängsten und auch Autoritarismus in der Gesellschaft zu einer Stagnation bei der Entwicklung zum "neuen Mann" gekommen. Der Wiener Theologe und Werteforscher Paul Zulehner ortet eine wachsende Polarisierung, die sich wohl auch innerhalb der Katholischen Männerbewegung (KMB) beobachten lasse. Gegenzusteuern wäre diesem "Entwicklungsknick" mit der Förderung einer "Alternativkultur des Vertrauens" auf verschiedenen Ebenen, regte Zulehner vor rund 300 Zuhörern an: Er referierte am Samstag im Stift Lambach bei einer Festveranstaltung der Männerbewegung zu deren 70-Jahr-Jubiläum.

 

 

 

In seinen Ausführungen unter dem Titel "Zukunft der Kirche - Zukunft der Männer" blickte Zulehner auf mehrere Jahrzehnte Männerforschung - zum Teil von ihm selbst betriebene - zurück, um seine Thesen zu untermauern. 1992 habe es die erste, von der KMB gemeinsam mit der damaligen Familienministerin Maria Rauch-Kallat beauftragte Studie gegeben, die in der Folge alle zehn Jahre wiederholt wurde. Damals habe eine "Dekade der Zuversicht" begonnen, mit mehr "neuen" Väter, die sich in die Kindererziehung einbringen und nicht nur Familienernährer sein wollten. Diese Männer hätten dem Anspruch auf Partnerschaftlichkeit zu genügen gesucht, seien weniger autoritär und gewaltanfällig als frühere Generationen gewesen, informierte Zulehner.

Darauf sei jedoch eine "Dekade der Besorgnis" gefolgt, die mit Stagnation und oft auch Rückwärtsgewandtheit einherging: Die Männer hätten sich zunehmend überfordert gefühlt; fast drei Viertel hätten in Umfragen Beruf und Familie nur schwer vereinbar gesehen. Zugenommen habe die autoritäre Haltung "Recht hat, wer oben ist", zugleich sei männliche Gewalt zurückgekehrt - teilweise als "Hate Speech" im neuen Gewand der sozialen Medien gegen in­kri­mi­nierte Gruppen wie Flüchtlinge, wies Zulehner hin. Populisten könnten vor diesem Hintergrund mit einer Politik der Grausamkeit punkten, nahm der Theologe Bezug auf jüngste Familientrennungen an der US-Grenze zu Mexiko.

"Weil ich ein Christ bin"

Hinter all diesen Entwicklungen stehen laut Zulehner wachsende Männerängste - biographische, soziale Abstiegsängste, kulturelle Überfremdungsängste und die Angst, im diesseitigen Leben zu kurz zu kommen. "Angst haben wir alle", räumte er ein, doch "in der Angst bestehen kann, wer vertrauen kann". Solche Männer zu fördern und zu formen sollte für die Katholische Männerbewegung die "Grundmelodie für die kommenden Jahre" sein, appellierte er an deren aus ganz Österreich angereisten Vertreter. Zulehner riet zu einem umfassenden, Vertrauen fördernden Bildungsansatz, der die Persönlichkeit ebenso stärke wie zu politischem Engagement ermutige.

Die KMB solle auch eintreten für eine Politik des Vertrauens mit Akzenten wie Bewahrung der Schöpfung, Gerechtigkeit in der Einen Welt, Frieden, Solidarität mit Benachteiligten - mit dem theologischen Hintergrund: "Weil nur ein Gott ist, ist jede und jeder einer von uns." Zulehner weiter: "Daher stehen wir für universelle Solidarität, die als Ziel keine Obergrenze kennt, auch wenn der Weg dorthin mit Augenmaß zu gehen ist."

Als Beispiel für so ein spirituelles und zugleich politisches Wirken in der Gesellschaft legte Zulehner der KMB eine Aussage einer in der Flüchtlingsarbeit engagierten Frau ans Herz. "Es ist nicht immer leicht mit den Schutzsuchenden, ihren Sitten und Gebräuchen, und auch mit deren Ängsten", habe sie ihm gesagt. Und weiter: "Aber gerade wenn es ganz schwer ist, fühle ich göttlichen Rückenwind." Und auch ein Mann tauge bestens zum Vorbild: Klaus Gattringer, der Bürgermeister von Altenfelden, wo ein Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft stattfand, habe die Frage als "selbstverständlich" bejaht, ob das Quartier wieder aufgebaut werde. "Warum machen Sie das alles?", so die nächste Frage. Und die Antwort: "Weil ich ein Christ bin."

KMB-Obmann Steiner wiedergewählt

Vor dem Festvortrag wurde bei der Linzer Diözesankonferenz mit der Wiederwahl von DI Bernhard Steiner als KMB-Obmann und der Bestellung seines Team die Weichen für die Zukunft gestellt. Der 57-jährige Windischgarstner tritt damit seine zweite Amtsperiode an der Spitze der rund 13.500 Mitglieder starken oberösterreichischen Männerorganisation an.

Das Jubiläum mündete in einen Festakt mit zahlreichen Gästen aus Politik und Kirche. In den Grußworten des oberösterreichischen Landeshauptmann Thomas Stelzer machte dieser deutlich, dass sich die Politik eine engagierte KMB wünsche: Engagierte Männer, die christliche Werte nicht nur vor Ort leben sondern sich mit der Aktion "Sei so frei" in der Entwicklungszusammenarbeit solidarisch für die Ärmsten in der Welt einsetzen.

Zurück zum "Geburtsort" der Männerbewegung

Gegründet wurde die mit heute rund 30.000 Mitgliedern größte Männerorganisation Österreichs auf einer Tagung der Diözesanmännerwerke als "Katholisches Männerwerk Österreichs" am 13. Mai 1948 in Lambach (OÖ). Von Anfang an habe die KMB ihre Arbeit als "Beitrag zur aktiven Mitgestaltung von Gesellschaft und Kirche aus dem Geist des Evangeliums" verstanden, so KMBÖ-Vorsitzender Leopold Wimmer anlässlich des 70-Jahr-Jubiläums statt.

Die Katholische Männerbewegung biete Männern Raum zur Begegnung sowie Unterstützung in verschiedensten Lebenssituationen an, so Wimmer weiter. Sie begleite Männer ganzheitlich, gebe regelmäßig Impulse zur Männerpastoral in Österreich und gestalte diese aktiv und gemeinsam mit Männern. In den vergangenen sieben Jahrzehnten hätten sich entsprechend den sich wandelnden Lebenssituationen der Männer immer wieder neue Herausforderungen gestellt. Die KMB werde auch in Zukunft all "das aufgreifen, was Männer bewegt", versicherte Wimmer.

Eckpfeiler des Engagements sind die Entwicklungszusammenarbeit mit der bundesweiten Spendenaktion "Sei so frei", die Durchsetzung von Menschenrechten mit dem Erzbischof-Romero-Preis und in den vergangenen Jahren die "Väterarbeit": Zuletzt war die KMB an der Gründung des Dachverbands Männerarbeit Österreichs (DMÖ) beteiligt.

 

 

(V.l.n.r): Vorsitzender DI Dr. Leopold Wimmer, Theologe Dr. Zulehner, KMB-Linz Obmann DI Bernhard Steiner

70 Jahre KMB


Am 13. Mai 1948 begann das Zeitalter der Katholischen Männerbewegung (KMB) in Lambach, als das Katholische Männerwerk Österreichs gegründet wurde. Mit 70 Jahren und mehr als 30.000 Mitgliedern ist die Katholische Männerbewegung die größte Männerorganisation Österreichs.

Gegründet wurde die Katholische Männerbewegung auf der Tagung der Diözesanmännerwerke Österreichs am 13. Mai 1948 in Lambach, Oberösterreich. „Die Vertreter der Diözesanausschüsse Österreichs haben auf der Konferenz am 13.5.1948 beschlossen, das Katholische Männerwerk Österreichs zu bilden“, heißt im Protokoll der Tagung.

„Von Anfang an verstand die KMB ihre Arbeit als Beitrag zur aktiven Mitgestaltung von Gesellschaft und Kirche aus dem Geist des Evangeliums. Die Katholische Männerbewegung bietet Männern Raum zur Begegnung sowie Unterstützung in verschiedensten Lebenssituationen an. Sie begleitet seitdem Männer ganzheitlich, liefert regelmäßig Beiträge und Impulse zur Männerpastoral in Österreich und gestaltet diese aktiv und gemeinsam mit Männern“, betont Dr. Leopold Wimmer, Vorsitzender der KMBÖ.

 

Entwicklungszusammenarbeit

Es begann 1958, als der wirtschaftliche Wiederaufbau das Leben und den Alltag in Österreich prägte und der Glaube an einen dauerhaften Frieden immer mehr Nahrung bekam: Die KMB traf die weitreichende Entscheidung, dem Aufruf des Bischofs der Insel Flores in Indonesien zu folgen und jene Menschen zu unterstützen, die unsere Hilfe bitter nötig hatten. Aus einer einmaligen Spendenaktion wurden „Bruder in Not“ und die Adventsammlung. 1967 wurde die KMB als Gründungsmitglied des österreichischen Entwicklungsdienstes (ÖEHD, später ÖED) zur Geburtshelferin einer der bedeutendsten Personalentsendeorganisationen Europas (heute: Horizont3000). 1983 stieg die KMB als Gesellschafterin bei der „EZA Fairer Handel GmbH“ ein und hält heute 60% der Anteile. Der faire Handel und die Produkte der EZA (Kaffee, Schokolade, etc.) haben sich in Österreich etabliert und sichern die Lebensqualität der Produzentinnen und Produzenten in Entwicklungsländern.

 

Das Engagement für eine gerechte Welt findet seit 1996 unter dem Namen SEI SO FREI statt.

Ein wichtiges Anliegen der Katholischen Männerbewegung ist nicht nur die Zusammenarbeit mit den Menschen in den Partnerländern Afrikas und Lateinamerikas, sondern auch die Anwaltschaft für die Durchsetzung der Menschenrechte. Diese Anwaltschaft der Durchsetzung der Menschenrechte ist eine der Hauptaufgaben der KMB. Aus diesem Grund gründete sie 1980 den Erzbischof-Romero-Anerkennungspreis (heute als Romero-Preis bekannt). Durch die Vergabe des Romero-Preises wird das gesellschaftspolitische und soziale Engagement des Preisträgers oder Preisträgerin anerkannt und gestärkt. Die Katholische Männerbewegung und SEI SO FREI verleihen jährlich den wichtigsten Preis für Menschenrechte in Österreich, der mit 10.000 EURO dotiert ist.

 

Sommerakademie, Sternwallfahrt, Vatertag und Männerarbeit

Die Sommerakademie der Katholischen Männerbewegung fand zum ersten Mal im Jahr 1986 in Bad Leonfelden (OÖ) statt. Die Jahresthemen werden für die Mitglieder und Multiplikatoren der KMB in hochrangigen, aber durchaus verständlichen Vorträgen, Arbeitsgruppen und Diskussionen tiefgründig erarbeitet.  Jahresthemen der Sommerakademie wie Toleranz (2001) führten zu österreichweiten Diskussionen: „Respektvoll miteinander in der Kirche und in der Gesellschaft umzugehen, das ist der KMB sehr wichtig“, sagt Dr. Leopold Wimmer.


Das Leben von Franz Jägerstätter ist für die Katholische Männerbewegung Anlass, ein klares Zeichen für Zivilcourage zu setzen: Von nah und fern, aus Vorarlberg, Niederösterreich, Burgenland, Salzburg und benachbarten Orten begeben sich seit 2007 Mitglieder und Freunde der KMB zu Fuß oder mit dem Rad auf die Spuren des Märtyrers Franz Jägerstätter. Die Sternwallfahrt nach St. Radegund ist jedes Jahr im Mai ein fixer Punkt im Kalender der KMB.

Die Väterarbeit ist in den letzten Jahren ein wichtiger Schwerpunkt der KMB geworden. Die KMB setzt sich weiterhin für Männerarbeit ein, nicht zuletzt bei der Gründung des Dachverbands Männerarbeit Österreichs (DMÖ).

Verschiedene Aktivitäten sowie Lobbyarbeit zeigen, dass die KMB sich in den vergangenen sieben Jahrzehnten immer wieder neuen Herausforderungen – entsprechend den sich wandelnden Lebenssituationen der Männer – gestellt hat und auch in Zukunft das aufgreifen wird, was Männer bewegt!

 

Luis Cordero

 

Gründung der KMB der ED Wien in Lainz (1948)

KMB St. Pölten bittet um übrig gebliebene Münzen für Armenpriester und verfolgte Christen


St.Pölten, 19.02.2018 (KAP) Scheinbar wertlose Münzen und Geldscheine aus den letzten Urlauben sammelt jetzt die Katholische Männerbewegung (KMB) in der Diözese St. Pölten. Dieses übrig gebliebene Kleingeld soll zwei Sozialprojekten zugute kommen - dem Projekt "Safe Houses", das von Verfolgung bedrohten Christen in Pakistan Schutz bietet sowie den Bemühungen von "Armen-Priester", Romero-Preisträger, Martin Römer um Notleidende in Mexiko. Laut Initiator Michael Scholz von der KMB wird am Samstag, 24. Februar, im Pfarrzentrum Neumarkt/Ybbs (NÖ.) gesammelt; auch in St. Pölten wird gesammelt, vermeldete die Diözese am Montag. Weiters könne das Kleingeld auch jederzeit bei der Katholischen Männerbewegung Niederösterreichs abgegeben werden.

Durch die Euro-Umstellung vor 15 Jahren gibt es zwar weniger "Urlaubsschotter", doch können zum Beispiel auch noch alte D-Mark-Münzen oder spanische Peseten in den Herkunftsländern nach wie vor umgetauscht werden. In elf von neunzehn Euro-Ländern können Geldscheine unbefristet in Euro getauscht werden, wies die Diözese St. Pölten hin. Auch die Schilling-Restbestände würden gerne eingesammelt. (Info: m.scholz@kirche.at oder 0676/826615370)

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Frage des Monats:

Machen Adventmärkte viel zu früh auf (im Jahr 2018 ab 15. November)?

 

Frage im Oktober:

Sollen Ziffernnoten verpflichtend ab der zweiten Klasse in den Schulen vergeben werden?

 

19% antworteten "Ja", 41% "Ja, von 1 bis 100", 8% "komplett unnötig" und 32% mit "Nein".

 

Katholische Männerbewegung Österreich
A -1010 Wien, Spiegelgasse 3/II
Tel: +43.1.51552-3666, Fax: -3764 E-Mail: austria@kmb.or.at
http://www.kmb.or.at/