Mittwoch 24. Januar 2018

Inhalt:

Auf den Spuren von Franz Jägerstätter

 

Am Samstag, den 26. Mai 2018 werden sich wieder KMB-Mitglieder, Frauen und Jugendliche aus ganz Österreich auf den Weg nach St. Radegund machen, um den Seligen Franz Jägerstätter zu feiern.  Die Katholische Männerbewegung pilgert jedes Jahr zu Fuß, mit dem Rad und mit dem Auto nach St. Radegund um ein Zeichen für Zivilcourage zu setzen. Wir zeigen so unseren Respekt vor dem mutigen Seligen aus St. Radegund und unterstreichen damit, dass der Einsatz für Menschenrechte auch heute notwendig ist. Begleiten Sie uns bei unserer Sternwallfahrt und treffen Sie Männer, Frauen und Jugendliche aus ganz Österreich, denen Zivilcourage und Glaube ein wichtiges Anliegen ist.

 

Die KMB lädt im Mai jedes Jahres Männer, Frauen und Jugendliche ein, mit dem Rad nach
St. Radegund zu fahren. Der NS-Kriegsdienstverweigerer Franz Jägerstätter ist für die KMB der Anlass für Begegnung und Gebet und ein klares Zeichen für Zivilcourage heute.

Von nah und fern, aus Vorarlberg, Niederösterreich, Burgenland, Salzburg und benachbarten Orten begeben sich seit 2007 Mitglieder und Freunde der KMB zu Fuß oder mit dem Rad auf die Spuren des Martyrers Franz Jägerstätter. Begleiten Sie uns auch bei dieser einmaligen Gelegenheit Männer und Frauen aus ganz Österreich zu treffen und miteinander Zivilcourage zu bedenken.

 

Hier können Sie die Einladung zur Sternwallfahrt 2018 als PDF-Datei downloaden:
Einladung Sternwallfahrt 18.pdf

 

 

Franz Jägerstätter und die KMB

 

Das Leben von Franz Jägerstätter ist für die Katholische Männerbewegung Anlass ein klares Zeichen Zivilcourage zu setzen. Die Beschäftigung mit der Bibel, der
Gottesdienstbesuch und der Halt in seiner Familie waren die Kraftquellen seines Lebens. Seinem religiösen Gewissen folgend, lehnte er den Kriegsdienst mit der Waffe ab und wurde 1943 hingerichtet. Jägerstätter ist Vorbild für alle Christen und Christinnen, die engagiert für Frieden und Gerechtigkeit eintreten. Sich so aktiv wie möglich in Kirche, Politik und Gesellschaft einzubringen, ist Auftrag der Katholischen Männerbewegung.

 

 

Scheuer: Jägerstätter "Dolmetscher Gottes in Zeit der Barbarei"


Linz, 27.05.2017 (KAP) Als "Dolmetscher Gottes in einer Zeit der gott- und menschenverachtenden Barbarei" hat der Linzer Diözesanbischof Manfred Scheuer den NS-Deserteur und Seligen Franz Jägerstätter bezeichnet. Jägerstätter "verleiblicht das 'Ich widersage' des Taufbekenntnisses gegenüber den Verlockungen und Verführungen des Bösen, gegen Vergötzungen von Nation und Rasse und hält dafür den Kopf hin". Scheuer äußerte sich bei der 10. Sternwallfahrt der Katholischen Männerbewegung (KMBÖ) nach St. Radegund anlässlich des 110. Geburtstags des Seligen.
Bischof Manfred Scheuer leitete den Gottesdienst in St. Radegund (Kaspar)

Jägerstätter habe den Mut zur Wahrheit und zur Gerechtigkeit, "obwohl damit massive Gefahren für sein eigenes Leben verbunden waren. Er war 'guten Mutes', für die Wahrheit Gottes Zeugnis zu geben und entsprechend den Zu-mut-ungen der Bergpredigt vorrangig Gottes Reich zu suchen". Er habe es für unvereinbar gehalten, so Scheuer, Soldat Christi und zugleich Soldat für den Nationalsozialismus zu sein, "unvereinbar, für den Sieg Christi und seiner Kirche und zur selben Zeit auch für die nationalsozialistische Idee und für deren Endsieg zu kämpfen".

Er sei ein Prophet mit einem Weitblick und Durchblick, wie ihn damals die wenigsten seiner Zeitgnossen hatten, er sei Vorbild in der Treue zum Gewissensansprch, Anwalt der Gewaltlosigkeit und des Friedens, Warner vor Ideologien, "er ist ein gläubiger Mensch, dem Gott wirklich Mitte und Zentrum des Lebens war". Aus einem gebildeten und reifen Gewissen heraus habe er, so Scheuer, ein entschiedenes Nein zum Nationalsozialismus gesagt und ist wegen seiner konsequenten Weigerung, in Hitlers Krieg als Soldat zu kämpfen, hingerichtet worden. "Jägerstätter hat objektiv Zeugnis für die Wahrheit und für die Gerechtigkeit, insofern sie auf Gott bezogen sind, abgelegt."

Jägersätter habe auch der Mut zur Verantwortung ausgezeichnet. Sehr deutlich spreche er von Verantwortung und Verantwortungslosikgiet, von Sünde und Schuld. "Noch immer sind viele der Ansicht, dass über das ganze Toben des Krieges, das schon bald die ganze Welt erfasst hat, nur einige die Schuld und Verantwortung tragen", zitiert Scheuer aus den Aufzeichnungen Jägerstätters.

Insofern sei er auch eine Anfrage an jeden einzelnen. "Er lässt sich nicht einfach bewundern, ohne zugleich die Frage an die eigene Biographie zu richten." Selige wie er seien nicht nur Therapie, "sie sind auch schmerzliches Gericht, in dem die Wahrheit Gottes und des Menschen aufleuchtet. Die Begegnung mit Franz Jägerstätter soll uns nicht vor der notwendigen Scham bewahren, nicht vor dem Beklagen und der Klage, nicht von der Umkehr, schon gar nicht vor der Nachfolge."

10. Sternwallfahrt der KMB nach St. Radegund

Am Samstag haben sich wieder KMB-Mitglieder, Frauen und Jugendliche aus ganz Österreich auf den Weg nach St. Radegund gemacht, um den Seligen Franz Jägerstätter zu feiern. Die Katholische Männerbewegung pilgert jedes Jahr zu Fuß, mit dem Rad und mit dem Auto nach St. Radegund um ein Zeichen für Zivilcourage zu setzen. Das Motto der Jubiläums-Sternwallfahrt lautete heuer "Mutig gegen den Strom".
Radpilger auf dem Weg nach St. Radegund (Mastalier)

Seliger Bauer und Mesner

Franz Jägerstätter, Sohn einer ledigen Bauernmagd, war Bauer, Mesner und Familienvater in St. Radegund (Oberösterreich). Er verweigerte jede Zusammenarbeit mit dem Nationalsozialismus, da ihm dieser mit dem Christentum völlig unvereinbar erschien. Nachdem er 1940 zum Militärdienst einberufen und zweimal unabkömmlich gestellt wurde, leistete er einer weiteren Einberufung nicht mehr Folge, da er den Kampf für Hitler als Sünde ansah. Für seine Erklärung, aus religiösen Gründen den Wehrdienst mit der Waffe abzulehnen und nicht gleichzeitig Nationalsozialist und Katholik sein zu können, wurde er verhaftet, wegen "Wehrkraftzersetzung" verurteilt und am 9. August 1943 in Brandenburg an der Havel enthauptet.

Ab 1989 wurden im Auftrag des damaligen Linzer Diözesanbischofs Maximilian Aichern Personen, die Franz Jägerstätter gekannt haben, als Zeugen einvernommen. Der Seligsprechungsprozess wurde 1997 offiziell eröffnet und ab 1998 vom heutigen Linzer Bischof Manfred Scheuer als Postulator geleitet. Am 1. Juni 2007 bestätigte Papst Benedikt XVI. das Martyrium, woraufhin die Seligsprechung am 26. Oktober 2007 im Linzer Mariendom stattfinden konnte. Als Gedenktag wurde der 21. Mai festgesetzt. Jägerstätters Ehefrau Franziska, die für seinen religiösen Glauben eine große Rolle spielte, verstarb am 16. März 2013, wenige Tage nach ihrem 100. Geburtstag.

 

(v.l.n.r.) Wolfgang Schönleitner (KMB-Sekretär), DI Dr Leopold Wimmer (KMBÖ-Obmann), Helmut Dachs (KMBÖ-Stv.-Obmann), Bernhard Steiner (KMB-Linz-Obmann) (Mastalier)

 

Frage des Monats:

Am 13.2 ist es soweit:
Verkleiden Sie sich im Fasching?

 

 

Frage im Dezember:

Kaufen Sie einen Christbaum?

48% antworteten mit Ja, wichtig; 15% antworteten Ja, aber klein, 4% Ja, aber Bio und 33 meinten Nein.

 





 

 

 

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