Friday 13. December 2019

Inhalt:

33.Sommerkademie der Katholischen Männerbewegung


 

Sommerakademie der KMBÖ 2019: Kulturprogramm


Ein ausgesuchtes Kulturprogramm, geleitet von DI Dr. Walter Feninger, erwartete die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Sommerakademie 2019 der KMBÖ. Bereits am Mittwoch, den 17. Juli Nachmittag ging es ins Benediktinerstift Seitenstetten. Der langjährige Prior und Diözesanseelsorger der KFB, P. Michael Prinz erwartete die Gruppe. In der Führung wurde die tiefe Verwobenheit des Hauses mit dem gesamten Mostviertel  deutlich.  Das Stift beherbergt auch eine Fülle von Kunstschätzen, etwa Gemälde des Kremser Schmidt.

 

 

Die Hoflieferanten in Wilhelmsburg sind eine landwirtschaftliche Kooperative und Selbstvermarkter; und das schon seit 25 Jahren. Begonnen haben sie mit Schulmilch; bis zu 5.000 Kinder täglich werden von ihnen versorgt. Dazu kommen hochwertige Milchprodukte, die bei Spar und Merkur erhältlich sind. Am Donnerstag konnten sich die Mitglieder und Freunde der KMBÖ von Kompetenz und Erfolg der Hoflieferanten überzeugen.

 

 

Am Freitag besuchten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Sommerakademie die ehemalige Kartause Aggsbach.  1380 wurde das Kloster gegründet und 1782 von Josef II. aufgehoben. Bis heute legt die sehr gepflegte Einrichtung Zeugnis ab für ein Leben unmittelbarer Gottsuche.

 

Ein gelungenes Kulturprogramm im Rahmen der Sommerakademie 2019!

 

 

 

33. Sommerakademie der Katholischen Männerbewegung: Ein Auftrag für alle Laien

 

Bei der diesjährigen Sommerakademie von 17. bis 20. Juli 2019 in St. Pölten ging es darum, wie Laien und KMB-Mitglieder ihre Aufgaben in der Kirche wahrnehmen können.

 

Die 33. Sommerakademie der KMBÖ endete am Samstag, den 20. Juli mit den Referaten der Theologen Mag. Dr. Michaela Quast-Neulinger, Univ.-Prof. Dr. Dr. Hans-Joachim Sander und Pfarrer Mag. Andreas M. Jakober, die zum Thema „Die Laien in ihrer spirituellen Dimension“ referierten.

 

Dr. Dr. Hans-Joachim Sander, Professor für Dogmatik an der Fakultät für katholische Theologie der Universität Salzburg, zitierte in seinem Vortrag mit dem Titel: „Raum für spirituelle Laien“ die Dogmatische Konstitution über die Kirche Lumen gentium als Basis des Auftrages der Laien in der Kirche: „Unter der Bezeichnung Laien werden hier alle Christgläubigen verstanden außer den Gliedern des heiligen Standes und des in der Kirche anerkannten Ordensstandes, die Christgläubigen also, die, als durch die Taufe Christus Einverleibte zum Volk Gottes eingesetzt und des priesterlichen, prophetischen und königlichen Amtes Christi auf ihre Weise teilhaftig geworden, entsprechend ihrem Anteil die Sendung des ganzen christlichen Volkes in der Kirche und in der Welt ausüben.“ (Lumen gentium, Nr. 31). Prof. Sander erklärte: „durch die Taufe und die Firmung werden die Laien als Gläubige verstanden, welche Anteil an Königtum, Priestertum und Prophetentum Christi haben. Damit die Männer der KMB mehr als nur Katholiken werden, brauchen sie Spiritualität. Sie brauchen leidenschaftliche Spiritualität. Das ist von Beginn der christlichen Existenz so.“

 

Für Dr. Michaela Quast-Neulinger vom Institut für Systematische Theologie der Universität Innsbruck ist Spiritualität die Basis des Lebens als Christ. Sie definiert drei Dimensionen als die christliche Kunst des Lebens (Ars Christiana): Sich als Christ auf dem Weg machen, zärtlich und unaufdringlich sein und Aufregung spüren. „Die Ars Christiana lebt aus dem Glück der Gotteserfahrung aber auch wesentlich aus der Beziehung mit den Menschen, sie kann nicht bloß für sich sein. Der Tanz der Gottesliebe kann nicht allein getanzt werden, er bringt Menschen zusammen. Christ werden ist eine christliche Erfahrung, die jeden Sophismus und Gnostizismus ablehnt. Die Ars Christiana ist eine Lebensform die den Menschen in seiner Ganzheit erfüllt mit Körper, Geist und Seele“, so Dr. Quast-Neulinger.

 

 

Pfr. Mag. Andreas Jakober in seiner Aufgabe als Geistlicher Assistent der KMBÖ gab den Mitgliedern drei Impulse für das Leben in der Spiritualität als Laien: „bringt das Evangelium in die Häuser, lebt in der Mystik der offenen Augen und begleitet Menschen auf ihrem Weg“. Pfr. Jakober zitierte in diesem Zusammenhang Papst Franziskus: “Heute spielt sich alles nach den Kriterien der Konkurrenzfähigkeit und nach dem Gesetz des Stärkeren ab, wo der Mächtigere den Schwächeren zunichte macht. Eine Kirche „im Aufbruch“ ist eine Kirche mit offenen Türen. Zu den anderen hinauszugehen, um an die menschlichen Randgebiete zu gelangen. Einfach Mensch sein: das ist die spirituelle Dimension eines Laien.“

 

„Wir haben als Laien den Auftrag,  Protagonisten der Evangelisierung zu werden. Wir sollen für die Menschen unserer Umgebung immer sein und durch unser Verhalten und Wort für Christus Zeugnis ablegen und apostolische Fruchtbarkeit in einer neuen Kirche entfalten“. Mit diesen Worten fasste Mag. Ernest Theußl die wichtigste Botschaft für die Mitglieder der KMB zusammen, welche an der 33. Sommerakademie der Katholischen Männerbewegung Österreichs teilnahmen. Den Abschluss der Sommerakademie bildete ein Gottesdienst mit Pfarrer Mag.  Andreas M. Jakober.

 


V.l.n.r.: Pfarrer Mag. Andreas M. Jakober, Mag. Dr. Michaela Quast-Neulinger MA, DI Bernhard Steiner (Moderator, Obmann KMB-Linz) und Univ.-Prof. Dr. Dr. Hans-Joachim Sander

 

 

 

Sommerakademie der Katholischen Männerbewegung: Bedeutung der Laien in neuen Strukturen der Kirche.


Thema der diesmal von 17. bis 20. Juli in St. Pölten stattfindenden 33. KMBÖ-Sommerakademie ist "Mit Laienschaft. Partizipation in der Kirche."

Teilen bekommt seine göttliche Dimension, wenn „Menschen nicht mehr nur etwas teilen oder an etwas teilnehmen, sondern wenn sie beginnen sich selbst mitzuteilen und an ihrem Leben teilhaben lassen“: Darauf hat Mag. Johann Wimmer, Direktor der Pastoralen Dienste der Diözese Sankt Pölten, bei seinem heutigen Referat zum Thema „Partizipation“ hingewiesen. „Wichtig ist es in diesem Zusammenhang, die Teilhabe an der Schöpfung und am Reich Gottes. Das Reich Gottes ist reine Gnade und nimmt uns hinein in das große Lebensgeschehen Gottes mit den Menschen. Wir sind und haben Teil an dieser Liebesgeschichte.“

 

Mag. Johann Wimmer erinnerte im Rahmen der Sommerakademie der Katholischen Männerbewegung (KMBÖ) an die Partizipation und Teilhabe am Beispiel der im Evangelium geschilderten wundersamen Brotvermehrung. „Wie kommen wir von pastoralen Verlustängsten zu einer göttlichen Vertrauensfülle? Die Kirchenaustritte werde z.B. immer mehr.“ Angesichts der Ressourcenknappheit schickt Jesus die Menschen nicht weg, er lässt auch nicht die Jünger Ressourcen einkaufen. „, sagt Jesus. Wir müssen in Zukunft mit den Charismen arbeiten, die in unseren Gemeinden vorhanden sind.  Es braucht das pastorale Erkunden und Zur-Verfügung stellen von Gemeinden- und Charismen-Ressourcen. Das ist das Geheimnis der Partizipation, das was in den Gemeinden vorhanden ist in kleinen Gruppen teilen und vermehren. Das Wunder der Vermehrung geschieht in einer Dynamik der Partizipation und Teilhabe.“

Thema der diesmal von 17. bis 20. Juli in St. Pölten stattfindenden 33. KMBÖ-Sommertagung ist "Mit Laienschaft. Partizipation der Laien in der Kirche." Zweiter Referent des Tages war Dr. Slawomir Dadas, Generaldechant der Diözese Linz. Im Mittelpunkt seiner Ausführungen stand die Bedeutung der Laien in den neuen Strukturen der Kirche am Beispiel der Diözese Linz.

Dr. Dadas unterstrich in seinem Referat den Unterschied zwischen Laien als Mitglied der Kirche (als Pendant zum Geweihten) und Laien als Mitglied des Volkes Gottes (durch die Taufe teilhabend an priesterlichen, prophetischen und königlichen Amt Christi). „Wo ist der Platz der Laien in den neuen Strukturen der Kirche? Haben sie einen Platz unabhängig von der Anzahl der Priester in der Kirche? Ein Beispiel für eine neue Rolle der Laien in der Kirche ist das neue Linzer Modell.“

 

„Wir lösen keine Pfarren in der Diözese Linz auf und fusionieren keine Pfarren miteinander: aus den aktuellen 39 Dekanaten und 487 Pfarren der Diözese Linz sollen 35 „neue Pfarren“ mit 487 Pfarrgemeinden werden. Die neue Pfarre muss laut Kirchenrecht zwingend von einem Pfarrer mit einem Team geleitet werden. Die vielen kleinen Pfarrgemeinden können künftig auch von Laien-Seelsorgern geführt werden und damit die immer weniger werdenden Priester entlasten“, betonte Dadas.

 

Positiv sieht er die Rückmeldung der 88 Resonanztreffen, die von Jänner bis Juli 2019 in der Diözese Linz stattgefunden haben. Diese Resonanztreffen wurden von Mitgliedern der Linzer Diözesanleitung und inhaltlichen Referenten begleitet. Die Änderungsvorschläge und Rückmeldungen werden im Sommer 2019 durch die Arbeitsgruppe „Zeitgemäße Strukturen“, die Dr. Dadas leitet, geprüft, bewertet und eingearbeitet.

 

„So können sich die Laien am Bau der neuen Strukturen unserer Diözese aktiv beteiligen. Meiner Meinung nach ist mehr Beteiligung nicht mehr möglich. Für mich sind Laien Verantwortungsträger des Glaubens auf allen Ebenen der Kirche“, so abschließend der Generaldechant der Diözese Linz.

 

V.l.n.r.: Mag. Johann Wimmer (Direktor der Pastoralen Dienste der Diözese Sankt Pölten), DI Dr. Leopold Wimmer (KAÖ-Präsident/Moderator), Dr. Slawomir Dadas (Generaldechant der Diözese Linz)

 

 

 

Die 33. Sommerakademie der KMBÖ findet vom Mittwoch 17. bis Samstag 20. Juli 2019 in St. Pölten statt.

 

Thema: "Mit Laienschaft"

 

Bei der diesjährigen Sommerakademie von 17. bis 20. Juli 2019 in St. Pölten geht es darum, wie Laienchristen ihre Aufgaben in der Kirche wahrnehmen.

 

Die 33. Sommerakademie der KMBÖ wurde mit einem Gottesdienst, geleitet von Dr. Wilhelm Krautwaschl, (Referatsbischof der Katholischen Aktion) und Pfarrer Andreas Jakober (geistlicher Assistent der KMBÖ) eröffnet.

 

Der Grazer Bischof Dr. Krautwaschl betonte in seiner Predigt zum aktuellen Jahresthema der KMB „Partizipation der Laien in der Kirche“: „Wie schön doch - unter dem Blickwinkel eines Kindes - damit das Leben derer umschrieben ist, die sich als Getaufte herausgerufen wissen, Gottes Melodie in sich aufzunehmen um sie mitten in der Welt, im Alltag, der uns umgibt, in Arbeit und Freizeit, in Familie und Beruf zu singen oder vor sich her zu pfeifen. Zu einem solchen Leben möchte ich Sie heute und hier ermuntern: so wie Sie Hand anlegen, so wird Glaube konkret - denn das, was ER uns gesagt hat, will durch Sie, durch jeden von uns, im Kleingeld des Alltags erfahren werden. “.

 

Eröffnungsgottesdienst mit Pfr. Andreas Jaober (li.) und Bischof Dr. Wilhelm Krautwaschl

 

 

„Mit Laienschaft“: Schwerpunkt der 33. Sommerakademie

 

Mag. Ernest Theußl, Vorsitzender der KMBÖ begrüßte die 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Sommerakademie: „Im Geiste des II. Vatikanischen Konzils und unter der Leitung der Katholischen Soziallehre - Personalität, Subsidiarität und Gemeinwohl - wollen wir in diesen 4. Tagen erkunden, wie wir am zukünftigen Bild der Kirche mitarbeiten können“.

 

Die Hauptreferenten des ersten Tages waren Bischof Dr. Wilhelm Krautwaschl und Dr. Stefan Vesper, Generalsekretär des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK).

 

Für den Generalsekretär des ZdKs sei das Wichtigste für die Laien nicht etwa irgendeine Anerkennung durch das kirchliche Amt, sondern Taufe und Firmung. „Durch die Taufe sind wir vollwertige Glieder des Volkes Gottes. Vollwertig, nicht minderwertig.“ Des Weiteren erläutert er: „In seinem ersten Lehrschreiben über die „Freude am Evangelium“ formuliert Papst Franziskus <Die Laien sind schlicht die riesige Mehrheit des Gottesvolkes. In ihrem Dienst steht eine Minderheit. Die geweihten Amtsträger.>“ Dr. Vespers Lieblingssatz steht im Papst Franziskus Schreiben unter der Nummer 33: „Die Laien sind besonders dazu berufen, die Kirche an jenen Stellen und in den Verhältnissen anwesend und wirksam zu machen, wo die Kirche nur durch sie das Salz der Erde werden kann.“ Für ihn ist das eine Verpflichtung für alle Laien.

 

Dr. Vesper sagte zur Rolle der Laien in der Kirche: „ Durch das 2. Vatikanische Konzil sind Christinnen und Christen aus ihrem Glauben aufgerufen, sich und ihre grundlegenden Werte als Kirche in die Gestaltung der Welt einzubringen, solidarisch mit den Menschen dieser Zeit zu sein und den Dialog mit allen Menschen guten Willens zu suchen. Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken versucht diesen Auftrag zu erfüllen.“

 

Zum Thema „Laien in der Kirche“ appellierte Bischof Dr. Wilhelm Krautwaschl: „In der Enzyklika Laudato si’ kommen die Begriffe Priester, Weihe oder Laie nicht vor. Papst Franziskus legt die Sorge für das gemeinsame Haus allen Menschen guten Willens ans Herz – uns allen mit unseren je persönlichen Fähigkeiten und dort, wo wir jeweils wirken. Ergreifen wir diese Verantwortung, ohne uns in Überlegungen zu verlieren, wer eigentlich wofür zuständig sein sollte oder könnte – gestalten wir die Welt aus dem Glauben heraus einfach mit! Vielleicht gelingt es in Hinkunft tatsächlich, Kirche mehr von der gemeinsamen Sendung her zu denken und zu sehen und nicht sich in gegenseitigen Definitions- und damit Abgrenzungsdebatten zu lähmen.“

 

Bischof Krautwaschl ruft uns ins Bewusstsein, dass alle getauften Christinnen und Christen Subjekt und Objekt der Kirche zugleich seien: „An sie ist die Botschaft Jesu gerichtet – und zugleich sind sie mitverantwortlich dafür, diese Botschaft Jesu nach mehr als 2000 Jahren immer wieder und immer wieder neu mit Leben zu erfüllen: Was sagt uns Jesus heute? Was heißt es hier und jetzt, Licht der Welt und Salz der Erde zu sein? Jede und jeder von uns gibt darauf seine ganz persönliche Antwort. Ob individuell oder in Gemeinschaft: Die Antworten der jeweils anderen sind oft wichtiger als die eigenen. Man spricht übereinander statt miteinander – die Älteren über die Jungen, die Konservativen über die Liberalen – der Schubladen gibt es viele. In Laudato si’ lädt Papst Franziskus zu einem neuen Dialog ein  – dieser Appell gilt uns allen, überall: Reden wir miteinander! Gerade auf diesem Hintergrund möchte ich auf ein derzeit zartes Pflänzchen verweisen, das - so hoffe ich - die "großen Player" im Apostolat in der österreichischen Kirche gemeinsam mit Bischöfen zu züchten begonnen haben.“

 

Abschließend betont Bischof Krautwaschl „Klar ist, dass eine Kirche, die sich nur mit sich selbst beschäftigt, ihre Aufgabe nicht erfüllt, nicht erfüllen kann. Sinngemäß hat Papst Franziskus in Evangelii gaudium gemeint, es sei ihm lieber, man wirke aktiv in der Welt und mache auch Fehler, als ängstlich hinter verschlossenen Kirchentüren und hohen Klostermauern in trügerischer Sicherheit mit sich selber im Reinen zu sein. Seien wir also mutiger und fröhlicher in der „Freude des Evangeliums“! Und: spielen wir uns die Bälle gegenseitig zu statt Abseitsfallen aufzustellen, die letztlich den "Zug aufs Tor", mit der Botschaft des Evangeliums die Welt von heute zu durchsäuern, dauerhaft verhindern.“

 


V.l.n.r.: Dr. Stefan Vesper (Generalsekretär des ZdK), Mag. Ernest Theußl (KMBÖ-Obmann),  Bischof Dr. Wilhelm Krautwaschl, Dr. Leopold Wimmer (KAÖ-Präsident)

 

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Hier können Sie die Online Dokumentation der Sommerakademie 2018 downloaden:

 

Online Dokumentation Sommerakademie 2018.doc

 

 

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