Donnerstag 23. November 2017

 

 

 

 

 

 

 

 

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Frühjahrskonferenz der KMB in Graz am Tag des Heiligen Josef: Glauben und Handeln

 

Am 18. Und 19. März 2016 fand in Graz die Frühjahrskonferenz der KMBÖ statt. Vertreter aus sechs Diözesen trafen sich mit dem neuen Referatsbischof für Männer, Wilhelm Krautwaschl, um über das Thema „Glauben und Handeln“ zu diskutieren.


Nach einem umfassenden Bericht der Aktivitäten der letzten sechs Monate aus den verschiedenen Arbeitsgruppen und diözesanen Männerbewegungen diskutierten die Mitglieder der diözesanen Vorstände der KMB mit dem Direktor der Caritas Graz-Seckau und ehemaligen Caritas Präsident, Franz Küberl. Schwerpunkt der Diskussion war die Umsetzung des Glaubens im Handeln.

„Handeln und Glauben ist der Kern des Auftrags der Katholischen Männerbewegung. Das Fundament des Glaubens ist die Frage, wer mein Mitmensch ist. Küberl zitierte die biblische Geschichte von Kain und Abel: „Bin ich der Hüter meines Bruders?“ das ist ein Zentralmotiv für großes Leid auf der Welt“, so Küberl. „Jesus wollte die Entkainisierung der Welt! Nach Lukas 4,18 ist eine der zentralen Botschaften in der Predigt aus der Synagoge in Nazaret enthalten „Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine gute Nachricht bringe; damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde und den Blinden das Augenlicht; damit ich die Zerschlagene in Freiheit setze“. Diese Botschaft Jesu sei einer der zentralen Punkte, mehr im Jahr der Barmherzigkeit. Die Liebe zum Nächsten beginne mit der Hilfe: wichtig ist es, sofort, präzis und nachhaltig zu helfen.
Küberl stellte die zukünftigen Herausforderungen für Männer vor: neben der demographischen Entwicklung, das Problem der Erwerbslosigkeit und den Diskussionen zur Flüchtlingsproblematik betonte Küberl, dass Solidarität und Gerechtigkeit wichtig für das Glauben und Handeln seien. „Ungerechtigkeit entsteht durch zwei Dinge: durch Tun und durch Unterlassen; Leben geht nur miteinander und nicht gegeneinander“, so Küberl, der den indischen Wirtschaftswissenschaftler und Nobel-Preisträger Amartya Sen zitierte. Als Abschluss seines Referates lud Küberl die Mitglieder der KMBÖ u.a. ein, Verantwortung zu übernehmen, Dialogbereit zu sein und Zivilcourage zu zeigen.


Gottesdienst  mit dem neuen Referatsbischof Wilhelm Krautwaschl

 


Am Abend des 18. März feierte der neue Referatsbischof für Männer, Wilhelm Krautwaschl, einen Gottesdienst mit den Mitgliedern der größten Männerorganisation Österreichs in der Grazer Stiegenkirche. In seiner Predigt  am Vortag des Hochfestes des Heiligen Joseph betonte der Grazer Bischof:
„Wiewohl wir vom hl. Josef, dessen Hochfest wir am 20. März feiern, und der unser Landespatron ist, nicht viel aus den Heiligen Schriften der Bibel wissen. Eines ist dennoch klar: er war keiner, der seinen Glauben versteckt hat. Denn er hat mit seiner Familie einiges auf sich genommen – die Stationen in denen er mit seiner Gattin und dem aufwachsenden Jesus herausgefordert hat, kennen wir. Mehr noch: ich traue mir zu behaupten, dass das Vertrauen und damit der Glaube an Gott ihm erst die Möglichkeit eröffnet hat, so zu agieren.“

Als neuer Referatsbischof für die KMB lud er die Männer ein, sich mit ihrem Glauben auseinanderzusetzen: „Lassen wir uns in diesen Tagen der österlichen Bußzeit neu ein auf Gott und damit auf den Glauben. Unser Glaube ist mehr als bloßes Engagement für die Aufrechterhaltung gewisser Ereignisse im Jahreslauf, und er ist mehr als Brauchtumspflege. Glauben ist Beziehungspflege, die es mir ermöglicht, von Gott aus und damit den Blickwinkel der Ewigkeit aus, alles zu gestalten und auch umzugestalten, was mir in dieser Welt begegnet. Nehmen wir uns am Heiligen Josef ein Vorbild! Lernen wir glauben!“

 

 

KMBÖ-Vorsitzender DI Dr. Leopold Wimmer begrüßte den
neuen Referatsbischof im Kreise der KMBÖ.

Theologen kritisieren Flüchtlingspolitik der Inhumanität


Ordensgemeinschaften sowie weiteren Vertreter katholischer Einrichtungen: Für humane Flüchtlingspolitik und gegen kalkulierte Politik der Angst und kurzfristiger nationaler Interessen

Wien, 9.3.2016 (KAP) Rund 50 nahmhafte Theologen aus ganz Österreich, die Spitzen der heimischen Ordensgemeinschaften sowie weitere hochrangige Vertreter katholischer Einrichtungen haben in einer gemeinsamen Erklärung zu einer humanen Flüchtlingspolitik aufgerufen. Eine kalkulierte Politik der Angst und Inhumanität lehnen die Unterzeichner hingegen entschieden ab.

Bei allen legitimen Auffassungsunterschieden, wie mit der derzeitigen Flüchtlingskrise umgegangen werden kann, müsse der Schutz von Menschen in Not, die vor Krieg, Gewalt und Verfolgung auf der Flucht sind, außer Streit stehen. Dieses ethische Prinzip bilde ein Kernelement des Christentums, der Humanität und der modernen Menschenrechtskultur. Es greife schon lange vor dem Bereich der völkerrechtlichen Verpflichtungen, die sich aus der Genfer Flüchtlingskonvention ergeben.
Wie es in der Erklärung weiter heißt, sollten nun alle politischen Anstrengungen darauf gerichtet sein, einen gemeinsamen, europäischen Weg bei der Bewältigung der humanitären Herausforderung durch die Fluchtbewegungen zu finden. Eine weitblickende Politik müsse bei gemeinsamen Lösungen der Europäischen Union ansetzen, nicht zuletzt was die Fluchtursachen und die Lage der Flüchtlinge in den Nachbarländern der Bürgerkriegsgebiete betrifft. Eine "Politik kurzfristiger, nationaler Interessen und einseitiger Maßnahmen, die eine Schwächung der EU und eine Destabilisierung anderer Mitgliedsländer riskiert", sei hingegen nicht zukunftsfähig.
Nur ein sachbezogener, verantwortungsvoller Umgang mit dem Thema Flucht und Asyl entspreche europäischen Werten, heißt es und weiter wörtlich: "Im Gegensatz dazu sehen wir Akteure, die fremdenfeindliche Ressentiments schüren, missgünstige Gerüchte über Flüchtlinge verbreiten und offen gegen AsylbewerberInnen und ihre Unterbringung in Österreich auftreten - nicht zuletzt um davon im politischen Wettbewerb zu profitieren. Eine solche kalkulierte Politik der Angst und der Inhumanität lehnen wir mit aller Entschiedenheit ab."

Zu den Unterzeichnern der Erklärung gehören u.a. Reinhold Esterbauer, Dekan der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Graz, Franz Gruber, Rektor der Katholischen Privat-Universität Linz, Ilse Kögler, Dekanin der Theologischen Fakultät der Katholischen Privat-Universität Linz, Wolfgang Palaver, Dekan der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Innsbruck, Heinrich Schmidinger, Rektor der Universität Salzburg, Dietmar Winkler, Dekan der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Salzburg, und Martin Rothgangel, Dekan der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien.

Weiters wurde die Erklärung auch von Sr. Beatrix Mayrhofer, Präsidentin der Vereinigung der Frauenorden Österreichs, und Abtpräses Christian Haidinger, Vorsitzender der Superiorenkonferenz der männlichen Ordensgemeinschaften Österreichs, unterzeichnet.
Vonseiten katholischer Organisationen haben u.a. Heinz Hödl, Präsident des Weltdachverbandes katholischer Hilfswerke CIDSE, Madgdalena Holztrattner, Direktorin der Katholischen Sozialakademie Österreichs, Gerda Schaffelhofer, Präsidentin der Katholischen Aktion Österreich, und Bernd Wachter, Generalsekretär der Caritas Österreich, unterzeichnet.

Männerarbeitswelt-Programm 2016


Arbeit ist ein wesentlicher Bestandteil männlicher Identität. Arbeit muss mit vielen Anforderungen in Einklang gebracht werden. Dabei gibt unser neues Programm viele Anregungen und Hilfen.

 

Hier finden Sie unser Angebote für Salzburg, Tirol, Bayern und die ersten Infos zum KMB-Fussball-Cup im Juni 2016!

Männer-Arbeitswelt Programm 2016. pdf

Gründung des Dachverbands für Burschen-, Männer- und Väterarbeit in Österreich am 15.01.2016


Die Männerarbeit in Österreich nimmt eine EU-weite Vorreiterrolle ein und kann auf eine über 30jährige Geschichte zurückblicken. „Jetzt haben wir uns dazu entschlossen, einen gemeinsamen Dachverein für Burschen-, Männer- und Väterarbeit (DMÖ) zu gründen“, sagt der designierte Vorstandsvorsitzende, Erich Lehner. Am 15. Jänner 2016 findet die offizielle Gründungsversammlung des Dachverbandes für österreichische Männerarbeit statt. Es sei das Ziel des Dachverbands, auf einer gemeinsamen Basis mehr für die Männer, Burschen und Väter anbieten zu können und auch gegenüber der Politik, den Frauenberatungseinrichtungen und der Öffentlichkeit mit einer klaren und verständlichen Stimme aufzutreten. „Wir möchten aber auch besser zuhören und verstehen können, was von uns erwartet wird“, so Lehner.

Mitglieder im DMÖ sind alle Männerberatungseinrichtungen in Österreich, wie etwa die Männerberatung Wien, die schon seit 30 Jahren besteht, oder z.B. der Verein „White Ribbon“, der sich für öffentliche Kampagnen gegen Gewalt von Männern engagiert. Auch in jedem Bundesland ist mindestens eine Männerberatung aktiv, etwa der Verein für Männer-und Geschlechterthemen Steiermark oder die Gewalt-Beratungsstelle „klartext“ in Vorarlberg. Die „dienstälteste“ Einrichtung ist die Katholische Männerbewegung Österreichs (KMBÖ), die sich schon seit mehr als 60 Jahren für die Männer einsetzt. „Wir freuen uns sehr, dass der Dachverband gegründet werden konnte und wir möchten diesen Schritt bestmöglich unterstützen“, freut sich KMBÖ-Generalsekretär Christian Reichart.
Die österreichische Männerarbeit nimmt im deutschsprachigen Raum der EU eine Vorreiterrolle ein. Gerade die Männerberatung kann auf eine Tradition zurückblicken, die zudem ein sehr dichtes Hilfeangebot für die österreichischen Männer anbietet. Dies ist nicht zuletzt wegen der Förderung durch die Familienberatung des Bundes möglich, die durch ihre Zuwendungen den Beratungsbetrieb stützt. Martin Christandl, der stellvertretende Vorsitzende des neu gegründeten Dachverbands und zugleich auch Leiter des Tiroler Männerberatungsvereins „Mannsbilder“ sieht hier jedoch auch durchaus noch Verbesserungspotential: „Ohne die Subventionierung als Familienberatungsstelle würde es Männerberatung in Tirol so nicht geben. Leider stecken wir aber seit 10 Jahren auf dem gleichen Niveau an Bundessubventionen für die Beratungsarbeit fest, obwohl die Anfragen an Männerberatung in allen Regionen Tirols stark ansteigt. Es wäre mehr als wünschenswert, dass Beratung für Männer und Burschen von Bund und Ländern in ganz Österreich besser subventioniert wird, der Bedarf ist da!"

 

Gründung des Dachverband Männerarbeit in Österreich

 

Gründung des Dachverband Männerarbeit in Österreich

 

Der Vorstand des DMÖ (v.l.n.r.): Christian Reichart, Arno Dalpra, Alex Haydn, Eberhard Siegl, Martin Christandl, Erich Lehner, Christian Scambor, Elli Scambor

Aktion "Fairer Nikolaus"

 

Wien, 01.12.2015 (KAP) Mit der Gestalt des "fairen Nikolaus" wirbt die entwicklungspolitische Aktion SEI SO FREI der Katholischen Männerbewegung (KMB) in ganz Österreich für ihre Adventsammlung, die Entwicklungsprojekten zugute kommt. Rund um den Festtag des Heiligen am 6. Dezember sind Veranstaltungen in Wien, Salzburg sowie Besuche in Linz und Eisenstadt geplant, teilte die KMB am Dienstag in einer Aussendung mit.

Adressaten des "fairen Nikolaus" sind u.a. der Wiener Dompfarrer Toni Faber, Eisenstadts Bischof Ägidius Zsifkovics, Burgenlands Landeshauptmann Hans Niessl, und Eisenstadts Bürgermeister Thomas Steiner. In Salzburg wird der Nikolaus Landeshauptmann Wilfried Haslauer und die stellvertretende Bürgermeisterin Anja Hagenauer besuchen. In Oberösterreich stehen Landeshauptmann Josef Pühringer, der Linzer Bürgermeister Klaus Luger und Bischof Ludwig Schwarz auf seiner Besuchsliste.

Schon Tradition hat die Ankunft des "fairen Nikolaus" in Wien per Schiff: Am kommenden Freitag wird er am Schwedenplatz vor Anker gehen. Von dort zieht er mit einer Kinderprozession durch die Rotenturmstrasse zum Stephansplatz. Dompfarrer Toni Faber empfängt und segnet die Schar um 16 Uhr.

Nikolaus mit LH Hans Niessl (li.)
und Eisenstädter KA-Generalsekretär Karl Woditsch


"Wir alle können die Welt ein Stück gerechter machen": Das ist laut KMB der Kern der Botschaft des Heiligen und auch ein zentraler Auftrag von "Sei so frei". Heuer wird im Rahmen der Aktion das Projekt "Stern der Hoffnung" von Bischof Erwin Kräutler in Brasilien unterstützt. Dabei handelt es sich um das "Haus für Mutter und Kind", das Kräutler vor vielen Jahren gemeinsam mit der Ordensschwester Serafina Cinque eingerichtet hat. Im "Haus für Mutter und Kind" finden Schwangere aus entlegenen Amazonas-Regionen rund um die Geburt Hilfe und eine Bleibe.

Nikolaus mit Caritas Mitarbeiterin Rehab El-Shikh

"Im Busch ist jede Schwangerschaft ein Risiko, in den Gemeinden am Xingu ist die medizinische Versorgung immer noch mangelhaft", so Bischof Kräutler. Im "Haus für Mutter und Kind" habe man schon tausende Frauen und Kinder retten können.

Während der Zeit im "Haus für Mutter und Kind" erhalten die Frauen, die teilweise kaum lesen und schreiben können, auch Fortbildungen wie Alphabetisierungs- oder Nähkurse.

Sr. Serafina wird bis heute, Jahre nach ihrem Tod, von den Menschen am Xingu verehrt. Sie nennen sie noch immer den "Engel der Transamazônica". Ihr Engagement würdigt auch der Vatikan: Das Seligsprechungsverfahren ist im Laufen.

Der 6. Dezember kann kommen: Nikolaus-Darsteller von Jungschar und KMB geschult

 

Großes Interesse gab es an der diözesanen Nikolaus-Schulung der Katholischen Jungschar und der Katholischen Männerbewegung im Pfarrzentrum Matzleinsdorf (Bezirk Melk). Die Katholische Jungschar und die Katholische Männerbewegung bereiteten die künftigen Darsteller auf ihre Aufgaben vor. Viele Schulungsteilnehmer gehen teils schon jahrzehntelang zu Familien, andere stehen vor ihrem ersten Einsatz.

 

Neben pädagogischen Hinweisen und einer Präsentation des Lebens des Heiligen gab es viele konkrete Tipps: „Wie schaffe ich es als Darsteller, wenn die ganze Familie bei meinem Besuch zusammenkommt – aber der Papa schaut lieber Fußball im Fernsehen?“ Aufgeweckte Kinder würden auch schon mal fragen: „Von welcher Agentur kommst Du denn?“ Ein viel diskutiertes Thema war, ob man bei Hausbesuchen den Krampus mitnehmen soll. Aus Sicht von Josef Muhr von der Katholischen Männerbewegung eher nein, da er eigentlich vom Nikolaus ablenkt und vielen Angst macht. Auch das Thema Weihnachtsmann wurde angesprochen und klar abgeklärt: Dieser habe nichts mit dem Nikolaus zu tun und lehre keine Werte.

 

Foto (Wolfgang Zarl): Nikolaus-Darsteller-Schulung in Matzleinsdorf

 

Lisa Funiak von der Katholischen Jungschar verweist darauf, dass der Nikolaus-Darsteller keine Moralpredigt vor den Kindern halte solle, sie nicht bloßstellen dürfe, nicht Angst machen solle, sondern eine „Frohbotschaft statt Drohbotschaft“ übermittelt. Gut sei es weiters, wenn die Nikolausdarsteller bei Hausbesuchen die Kinder segnen und mit allen feiert und betet. Sie sollten auch nichts vormachen – also dass sie direkt vom Himmel kommen – und es würde auch nichts machen, wenn sie den Bart runternehmen.

 

Für Diakon Muhr von der Katholischen Männerbewegung ist es ganz zentral, „Kinder in die Mitte zu stellen“. Sie bekämen zwar vielfach von allen Seiten Geschenke, dem Nikolaus gehe es aber um Anerkennung und Zuwendung. Der Nikolaus sei ein Mann der Kirche, fromm und liebt die Menschen bedingungslos – ist also für wirklich alle da. Die Botschaft des Heiligen soll Positives fördern und ein positives Gottesbild hervorheben. Die Nikolause würden umgekehrt viel von den Kindern zurückbekommen, alleine das Leuchten der Kinderaugen sein ein bewegender Moment, so Muhr.

 

Nikolaus-Darsteller machen Hausbesuche bei Familien, kommen in Kindergärten und Schulen, sind Teile des Gottesdienstes rund um den 6. Dezember (Gedenktag des Heiligen) und feiern auch in Alters- und Pflegeheimen. Muhr: „Neben den Kindermetten zählen die Nikolaus-Feiern zu jenen Gottesdiensten, zu denen immer die meisten Kinder kommen.“

 

"Fiesta Romero" in Wien


Wien, 21.11.2015 (KAP) Mit einer "Fiesta Romero" gedachte die Katholische Männerbewegung Österreich (KMBÖ) am Freitagabend in Wien des im vergangenen Mai seliggesprochenen salvadorianischen Erzbischofs Oscar Arnulfo Romero (1917-1980). Gleichzeitig wurde im Beisein zahlreicher früherer Preisträger das 35-Jahr-Jubiläum des "Romero Preises" gefeiert, der seit 1980 von der entwicklungspolitischen AktionSEI SO FREI der KMBÖ vergeben wird. An dem Festakt im "Haus der Industrie" nahmen u.a. auch Sozialminister Rudolf Hundstorfer, Bischof Klaus Küng und Dompfarrer Toni Faber teil. Im Fokus der Reden stand einmal mehr die Forderung nach mehr staatlichen Geldern für die Entwicklungszusammenarbeit (EZA).

6 Romero-PreisträgerInnen und DI. Dr. Leopold Wimmer:
v.l.n.r.: Pfarrer Josef Pichler (Romero-Preis 2002), Kaplan Helmut Buchegger (1984), Saria Amillen Anderson (2010), Msgr. Herbert Leuthner (1993), DI Dr. Leopold Wimmer (KMBÖ-Vorsitzender), Janira Jesus Souza da Franca  (1992), P. Gabriel Mejía (2008)

KMBÖ-Vorsitzender Leopold Wimmer sagte, Erzbischof Romeros Anliegen für soziale Gerechtigkeit seien heute "aktueller denn je". Man müsse sich daher das Schaffen Romeros immer wieder vor Augen führen. "Wir wollen den Menschen die es brauchen zur Seite stehen, egal ob es Flüchtlinge in unserem Land oder Menschen in den ärmsten Ländern der Welt sind", betonte Wimmer die Anliegen der Aktion Katholischen Männerbewegung. Besonders in der Entwicklungszusammenarbeit ermögliche man durch die von der Aktion SEI SO FREI unterstützten Projekte "Hilfe zur Selbsthilfe".

Kritik übte Wimmer an der Höhe der staatlichen EZA-Ausgaben. "Wir appellieren dringend für eine Aufstockung der EZA-Mittel. Österreich ist in diesem Bereich weit hinterher", sagte Wimmer. Eine Anhebung sei auch eines der wirksames Mittel gegen Flüchtlingsbewegungen. "Gerade Projekte, die Menschen vor Ort Chancen zum Leben geben, sind eine der wirksamsten Mechanismen, um Flüchtlingsbewegungen erst gar nicht in Gang kommen zu lassen."

Die Bundesregierung müsse bei der Aufstockung der EZA-Mittel ihre "Hausaufgabe erfüllen und aktiv werden", betonte Sozialminister Rudolf Hundstorfer in seinen Grußworten bei der Veranstaltung. Man spreche viel über die Problematik ohne Handlungen zu setzen, hier müsse sich in Zukunft etwas ändern, so der SPÖ-Politiker. Die Katholische Männerbewegung würdigte er als Institution, die für soziale Gerechtigkeit stehe. Dies sei heute wichtiger denn je. Mitmenschlichkeit und Respekt prägten als Grundpfeiler nicht nur die KMB, sie seien auch in der Gesellschaft von großer Bedeutung, so Hundstorfer. Jeder könne einen Beitrag zu einem besseren Miteinander leisten, wenn er nur will, zeigte sich der Sozialminister überzeugt.

"Amazonas"-Bischof Erwin Kräutler musste seine geplante Teilnahme an der "Fiesta Romero" absagen. Er wandte sich jedoch in einer Videobotschaft an die Festgäste. Darin hob er die entwicklungspolitische Arbeit der Katholischen Männerbewegung als "ganz besonders wichtig" hervor. "Wir müssen unsere Herzen öffnen und die Hände zueinander ausstrecken", so Kräutler, der 1988 selbst mit dem Romero-Preis ausgezeichnet wurde.

 


(v.l.n.r): Sozialminiister Rudolf Hundstorfer, Kaplan Helmut Buchegger (Romero-Preisträger 1984), Pfarrer Josef Pichler (Romero-Preisträger 2002)

In einer Interviewrunde berichteten Romero-Preisträger früherer Jahre vom anhaltenden Erfolg ihrer Projekte. Pater Gabriel Mejia aus Kolumbien (Romero-Preis 2008) setzt sich für Straßenkinder ein, indem er ihnen Unterkunft in Heimen sowie Therapien anbietet. Das von ihm geleitete Projekt "Hogares Claret" helfe 4.500 Kindern und Jugendlichen. Viele davon seien direkt oder indirekt durch die Gewalt betroffen, schilderte Mejia, der dem Claretinerorden angehört. In der von der Brasilianerin Janira Souza da Franca (Romero-Preis 1992) gegründeten Agrarfachschule "Escola Agricola Comunitaria Margarida Alves" (EACMA) wird den Menschen der Umgang mit umweltschonenden und effizienten Agrartechnologien näher gebracht. Gleichzeitig setzt sie sich für die Rechte der indigenen Bevölkerung ein. Saria Amillen Anderson (Romero-Preis 2010) versucht zur Verbesserung der Lebensbedingungen in ihrer Heimat Tansania beizutragen. Ihr Projekt, von dem in den vergangenen 15 Jahren mehr als 100.000 Menschen profitiert haben - fördert den Zugang zu sauberem Trinkwasser, die Produktion eigener Lebensmittel, Wiederaufforstung und die Auseinandersetzung mit dem Tabuthema HIV/Aids.
DI Dr. Leopold Wimmer (Mitte) im Interview mit ORF-Moderator Christoph Riedl-Dasser


Der mit 10.000 Euro dotierte Oscar-Romero-Preis Preis gilt als eine der bedeutendsten Auszeichnungen im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit in Österreich. Heuer wurde die Vergabe des Preises nach KMBÖ-Angaben mit Blick auf das 35-Jahr-Jubiläum bewusst ausgesetzt. Künftig wolle man die Auszeichnung noch stärker im Bewusstsein der Öffentlichkeit verankern.
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Frage des Monats:

Soll der Heilige Nikolaus Familien besuchen?

 

 

Frage im Oktober:

Soll die österreichische Regierung das Budget für Entwicklungshilfe erhöhen?

51% antworteten mit Ja, 13% antworteten Ja, gezielt für Afrika, 36% meinten Nein.

 

 

 

Katholische Männerbewegung Österreich
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