Wednesday 13. November 2019

 

 

 

 

 

 

 

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„Integration von Zuwanderern muss weiter unterstützt werden“


KAÖ-Präsident Wimmer aus Anlass des katholischen Welttags der Migranten am 29. September: Von Integrationsmaßnahmen profitieren nicht nur die Zuwanderer, sondern wir alle Bekämpfung von Fluchtursachen braucht Erhöhung der Mittel für Entwicklungszusammenarbeit


„Wir dürfen in unserem Bemühen um die Integration von Flüchtlingen und Zuwanderern nicht nachlassen“, fordert der Präsident der Katholischen Aktion Österreich (KAÖ) und ehemaliger KMBÖ-Vorsitzender, DI Dr. Leopold Wimmer. Im Blick auf den Katholischen Welttag der Migranten und Flüchtlinge, der am 29. September begangen wird, betont Wimmer: „Jede Maßnahme, die Zuwanderern hilft, ein Leben in Eigenständigkeit und Würde zu führen und an der Gesellschaft teilzuhaben, hilft uns als Gesamtes. Integration braucht Maßnahmen auf vielen Ebenen. Dass es da und dort Probleme gibt, leugnet niemand. Die von bestimmten Politikern gepflegten Vorbehalte und Vorurteile gegen Flüchtlinge und Asylwerber, bis hin zum Verbalradikalismus, haben aber noch kein einziges dieser Probleme gelöst.“

Tausende Menschen haben sich – meist ehrenamtlich - in den vergangenen Jahren bei der Versorgung und Integration von Flüchtlingen engagiert und tun dies nach wie vor.  Auch viele Wirtschaftsbetriebe haben ihren Beitrag geleistet, hält der KAÖ-Präsident fest. „Der politischen Führung ist leider nichts Besseres eingefallen, als Integrationsmaßnahmen auch dort zu kürzen, wo sie weiter gebraucht würden, und Hürden für eine Teilhabe an unserer Gesellschaft aufzubauen. Eine der wohl wider-sinnigsten Maßnahme ist in dem Zusammenhang die Abschiebung von Lehrlingen, die die Wirtschaft dringend braucht. Hier fehlen Vernunft und Menschlichkeit“, so Wimmer.

In Österreich steht der katholische Welttag der Flüchtlinge und Migranten – traditionell unter dem Namen „Sonntag der Völker“ bekannt - heuer unter dem Motto „Trennendes überbrücken“. „Es wäre ein Gewinn für uns alle, wenn sich auch in der Politik der Grundsatz durchsetzen würde, Trennendes zu überwinden und das Gemeinsame in den Vordergrund zu stellen“, erklärt der KAÖ-Präsident.

„Auch bei der Bekämpfung der Fluchtursachen hat die Regierung in den vergangenen Jahren Schritte gesetzt, die das genaue Gegenteil bewirken. Anstatt die notorisch niedrigen staatlichen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit endlich zu erhöhen, werden sie gekürzt. Dabei bewirken die – gerade auch von vielen kirchlichen Einrichtungen durchgeführten – Entwicklungshilfeprojekte, den Menschen in benachteiligten Gebieten ein Überleben und eine Lebensperspektive in ihrer Heimat zu sichern“, so Wimmer.


Der KAÖ-Präsident erinnert an die Botschaft von Papst Franziskus zum diesjährigen Welttag der Migranten.  Darin stellt der Papst kritisch fest: „Die wirtschaftlich am weitesten fortgeschrittenen Gesellschaften entwickeln in ihrem Inneren die Tendenz eines ausgeprägten Individualismus, der (…) eine ‚Globalisierung der Gleichgültigkeit‘ hervorbringt. In diesem Szenario sind Migranten, Flüchtlinge, Vertriebene und Opfer von Menschenhandel zu Sinnbildern der Ausgrenzung geworden, weil ihnen, neben den Schwierigkeiten, die ihre Lage an sich schon beinhaltet, oft ein negatives Urteil anhaftet, das sie als Ursache gesellschaftlicher Missstände ansieht. Die Einstellung ihnen gegenüber ist ein Alarmzeichen, das vor dem moralischen Niedergang warnt.“

33. Sommerakademie der Katholischen Männerbewegung: Ein Auftrag für alle Laien


Bei der diesjährigen Sommerakademie von 17. bis 20. Juli 2019 in St. Pölten ging es darum, wie Laien und KMB-Mitglieder ihre Aufgaben in der Kirche wahrnehmen können.

 

Die 33. Sommerakademie der KMBÖ endete am Samstag, den 20. Juli mit den Referaten der Theologen Mag. Dr. Michaela Quast-Neulinger, Univ.-Prof. Dr. Dr. Hans-Joachim Sander und Pfarrer Mag. Andreas M. Jakober, die zum Thema „Die Laien in ihrer spirituellen Dimension“ referierten.

 

Dr. Dr. Hans-Joachim Sander, Professor für Dogmatik an der Fakultät für katholische Theologie der Universität Salzburg, zitierte in seinem Vortrag mit dem Titel: „Raum für spirituelle Laien“ die Dogmatische Konstitution über die Kirche Lumen gentium als Basis des Auftrages der Laien in der Kirche: „Unter der Bezeichnung Laien werden hier alle Christgläubigen verstanden außer den Gliedern des heiligen Standes und des in der Kirche anerkannten Ordensstandes, die Christgläubigen also, die, als durch die Taufe Christus Einverleibte zum Volk Gottes eingesetzt und des priesterlichen, prophetischen und königlichen Amtes Christi auf ihre Weise teilhaftig geworden, entsprechend ihrem Anteil die Sendung des ganzen christlichen Volkes in der Kirche und in der Welt ausüben.“ (Lumen gentium, Nr. 31). Prof. Sander erklärte: „durch die Taufe und die Firmung werden die Laien als Gläubige verstanden, welche Anteil an Königtum, Priestertum und Prophetentum Christi haben. Damit die Männer der KMB mehr als nur Katholiken werden, brauchen sie Spiritualität. Sie brauchen leidenschaftliche Spiritualität. Das ist von Beginn der christlichen Existenz so.“

 

Für Dr. Michaela Quast-Neulinger vom Institut für Systematische Theologie der Universität Innsbruck ist Spiritualität die Basis des Lebens als Christ. Sie definiert drei Dimensionen als die christliche Kunst des Lebens (Ars Christiana): Sich als Christ auf dem Weg machen, zärtlich und unaufdringlich sein und Aufregung spüren. „Die Ars Christiana lebt aus dem Glück der Gotteserfahrung aber auch wesentlich aus der Beziehung mit den Menschen, sie kann nicht bloß für sich sein. Der Tanz der Gottesliebe kann nicht allein getanzt werden, er bringt Menschen zusammen. Christ werden ist eine christliche Erfahrung, die jeden Sophismus und Gnostizismus ablehnt. Die Ars Christiana ist eine Lebensform die den Menschen in seiner Ganzheit erfüllt mit Körper, Geist und Seele“, so Dr. Quast-Neulinger.

 

 

Pfr. Mag. Andreas Jakober in seiner Aufgabe als Geistlicher Assistent der KMBÖ gab den Mitgliedern drei Impulse für das Leben in der Spiritualität als Laien: „bringt das Evangelium in die Häuser, lebt in der Mystik der offenen Augen und begleitet Menschen auf ihrem Weg“. Pfr. Jakober zitierte in diesem Zusammenhang Papst Franziskus: “Heute spielt sich alles nach den Kriterien der Konkurrenzfähigkeit und nach dem Gesetz des Stärkeren ab, wo der Mächtigere den Schwächeren zunichte macht. Eine Kirche „im Aufbruch“ ist eine Kirche mit offenen Türen. Zu den anderen hinauszugehen, um an die menschlichen Randgebiete zu gelangen. Einfach Mensch sein: das ist die spirituelle Dimension eines Laien.“

 

„Wir haben als Laien den Auftrag,  Protagonisten der Evangelisierung zu werden. Wir sollen für die Menschen unserer Umgebung immer sein und durch unser Verhalten und Wort für Christus Zeugnis ablegen und apostolische Fruchtbarkeit in einer neuen Kirche entfalten“. Mit diesen Worten fasste Mag. Ernest Theußl die wichtigste Botschaft für die Mitglieder der KMB zusammen, welche an der 33. Sommerakademie der Katholischen Männerbewegung Österreichs teilnahmen. Den Abschluss der Sommerakademie bildete ein Gottesdienst mit Pfarrer Mag.  Andreas M. Jakober.

 


V.l.n.r.: Pfarrer Mag. Andreas M. Jakober, Mag. Dr. Michaela Quast-Neulinger MA, DI Bernhard Steiner (Moderator, Obmann KMB-Linz) und Univ.-Prof. Dr. Dr. Hans-Joachim Sander

Katholische Männerbewegung schickt wieder "faire Nikoläuse" durchs Land


Am 5. und 6. Dezember lässt die Katholische Männerbewegung (KMB) wieder "faire Nikoläuse" durch Österreich ziehen. Mit verschiedenen Veranstaltungen will die KMB auch für ihre entwicklungspolitische Spendenaktion SEI SO FREI werben, die eine gerechtere Güterverteilung auf der Welt fördert.

Am 6. Dezember um 15.45 Uhr legt der Wiener "Faire Nikolaus" an der Lände an und zieht dann in Prozession zum Stephansplatz. Begleitet wird der Zug von weihnachtlichen Klängen eines Bläserquintetts. Vor dem Singertor des Stephansdoms empfängt Dompfarrer Toni Faber um 16.20 Uhr das Nikolauskomitee und segnet alle Kinder. Alle sollen nach Möglichkeit selbstgebastelte Sterne oder Laternen mitzunehmen, heißt es in der Einladung.

Das Geschenk des "Fairen Nikolaus" ist die Nikolaus-Schokolade der KMB-Aktion "Sei so frei" (www.seisofrei.at). Mit der Nikolaus-Schokolade wird Kleinbauerfamilien in Peru geholfen. Zum 60. Mal sammelt "Sei so frei" (vormals "Bruder in Not") im Advent für Menschen in Not. Unter dem Motto "Stern der Hoffnung" werden Gesundheitsstationen und die Versorgung mit Medikamenten ermöglicht. Für eine Nikolaus-Schokolade bittet SEI SO FREI um eine Spende von 1 Euro. Die Schokolade passt in jedes Nikolaus-Säckchen.

 

Alle Fotos zur Aktion Fairer Nikolaus 2018: Link Fotos Nikolaus 2018

Weihbischof Franz Scharl leitet Festmesse für Heiligen Oscar Romero


Wien, 25.11.2018 (KAP/KMB) Die Heiligsprechung des ermordeten Erzbischofs von San Salvador, Oscar Romero, war Anlass für einen Dankgottesdienst am Sonntag im Wiener Stephansdom. Papst Franziskus hatte den salvadorianischen Erzbischof am 14. Oktober heiliggesprochen. Dem Pontifikalamt am Sonntag im Stephansdom stand der Wiener Weihbischof Franz Scharl vor. Zugegen waren u.a. auch Nuntius Peter Stephan Zurbriggen, Dompfarrer Toni Faber, Missio-Nationaldirektor P. Karl Wallner und der Gewinner des diesjährigen "Romero-Preises", Francisco San Martin Baldwin aus Peru.

Weihbischof Scharl sagte in seiner Predigt, Romero habe glaubwürdig versucht, auf die Stimme Jesu, die Stimme der Wahrheit zu hören und das mit seinem Leben bezahlt, "nachdem er nicht mehr schweigend dem Morden zuschauen wollte". Der salvadorianische Erzbischof sei eine "offizielle Lichtgestalt" der katholischen Kirche. Romeros Leben habe gezeigt, es sei gefährlich für Jesus Christus Zeugnis abzulegen. Jesus nachfolgen zu dürfen, sei zugleich ein wunderbares aber auch gefährliches Privileg.

Der Papst hob bei der Heiligsprechung im Oktober Romeros Hingabe für die Armen und das Volk hervor. Er habe "auf weltliche Absicherungen, ja auf seine eigene Sicherheit" verzichtet und "ohne Lauheit, ohne Berechnung, mit der Leidenschaft, etwas zu riskieren und loszulassen", in der Nachfolge Jesu gelebt.

Der für sein Eintreten für Arme bekannte Erzbischof war am 24. März 1980 von Auftragsmördern während eines Gottesdienstes erschossen worden. Er wusste um die Gefahr, denn er predigte noch unmittelbar vor seinem Tod: "Wer sich davor hütet, die Gefahren des Lebens auf sich zu nehmen, so wie es die Geschichte von uns verlangt, der wird sein Leben verlieren. Wer sich hingegen aus Liebe zu Christus in den Dienst der anderen stellt, der wird wie das Samenkorn, das stirbt, aber in Wirklichkeit lebt."

Nach der Festmesse hielt Dr. Francisco San Martín, Romero-Preisträger 2018, eine kurze Rede in der er sich für die Hilfe aus Österreich bedankte: „Es ist für mich eine Ehre im Jahr der Heiligsprechung Romeros den Romero-Preis zu bekommen. Vielen Dank an alle Katholikinnen und Katholiken in Österreich, die unsere Projekte in Peru unterstützen“.

Kurz vor dem Scheiden aus dem diplomatischen Dienst und dem Abschied aus Wien bedankte sich Dompfarrer Anton Faber sich sehr herzlich nach der Messe bei Erzbischof Dr. Peter Stephan Zurbriggen für seinen langjährigen Dienst in Österreich.

KMBÖ Vorsitzender Ernest Theussl, Eric Anderson (Botschafter der Republik Peru), Richard Wagner (Vorsitzender der Katholischen Männerbewegung der Erzdiözese Wien), Walter Rijs (Präsident der KA der Erzdiözese Wien) und viele Mitglieder der Katholischen Männerbewegung waren bei der Festmesse anwesend.

 


Romero-Festmesse im Wiener
Stephansdom
Romero-Preisträger 2018
Francisco San Martín in Wien

 

 

Abschied vom Nuntius (v.l.n.r.): KMBÖ Vorsitzender Ernest Theussl,
Romero-Preisträger Francisco San Martín, Apostolischer Nuntius Zurbriggen, KMB-Wien Obmann Richard Wagner, KA-Wien Präsident Walter Rijs, KMB-Salzburg Obmann Helmut Dachs.

 

(v.l.n.r.): Helmut Dachs (Obmann KMB-Salzburg), Ramiro Recinos (Botschaft der Republik El Salvador), Frau und Herr Eric Anderson (Botschaft der Republik Peru), Francisco San Martín (Romero-Preisträger 2018), Richard Wagner (Obmann KMB-Wien)

Neuer KAÖ-Präsident Wimmer: Glauben in Europa präsent halten


Salzburg, 23.10.2018 (KAP) "In Europa ist es wichtig, den Glauben in der Gesellschaft präsent zu halten": Zu dieser Herausforderung gehört nach Überzeugung des neuen Präsidenten der Katholischen Aktion Österreich (KAÖ), Leopold Wimmer, auch, "auf aggressive Angriffe zu reagieren, die gläubige Menschen als 'dumm' oder Ähnliches darstellen". Einerseits gelte es Spiritualität, Glaube und Gemeinschaft zu stärken, andererseits christliche Werthaltungen in die Gesellschaft einzubringen, so Wimmer im Gespräch mit der Kooperationsredaktion der österreichischen Kirchenzeitungen. Als Beispiele dafür, dass Glaube bedeutet, Solidarität zu zeigen, also tätige christliche Nächstenliebe, nannte er Spendenaktionen wie "Sei so frei" oder den "Familienfasttag" sowie viele Aktivitäten der Katholischen Jugend.

Leopold Wimmer war bei der jüngsten KAÖ-Konferenz am Wochenende zum Nachfolger von Gerda Schaffelhofer gewählt worden und bildet nun mit den Vizepräsidenten Madga Krön und Armin Haiderer die neue Spitze der offiziellen katholischen Laienorganisation. "Wir müssen generell in einer Gesellschaft, die zunehmend plural und zum Teil auch säkularisiert ist, den Glauben zur Sprache bringen und den Menschen zeigen, dass der Glaube eine Bereicherung für das Leben ist", betonte Wimmer im Interview. Dabei komme es weniger auf die Funktion des KAÖ-Präsidenten an als vielmehr auf die Tausenden in der Katholischen Aktion Engagierten. Auch Papst Franziskus sei "ein großes Geschenk für die Kirche, wenn es darum geht, den Glauben wieder ins Gespräch zu bringen".

Das traditionell große Engagement der KAÖ im gesellschaftspolitischen Bereich möchte Wimmer auf eine möglichst breite Basis stellen, wie er ankündigte. Stellungnahmen sollten gemeinsam vorbereitet und dann der Öffentlichkeit mit einer gemeinsamen Meinung vermittelt werden. Aktuell berate die KAÖ vor dem Hintergrund der Enzyklika "Laudato si" über eine ökosoziale Steuerreform. Bei kurzfristig notwendigen Stellungnahmen meine er aufgrund seiner langjährigen Erfahrung "einigermaßen zu wissen, was man im Namen der KAÖ sagen kann", so Wimmer, "auch wenn ich mir der Bandbreite der Meinungen bewusst bin".

In der Beziehung zu den Bischöfen, die die Wahl des neuen KAÖ-Präsidiums erst bestätigen müssen, setze er auf "Dialog, viele Gespräche und auch das Abstimmen von Zielsetzungen", erklärte Wimmer. "Es geht mir darum, das gute Miteinander unter Achtung der jeweiligen Zuständigkeiten fortzusetzen."

Leopold Wimmer (65) stammt aus dem Waldviertel. Er studierte Physik an der Technischen Universität Wien, war dort Assistent und später in der IT- und Telekommunikationsbranche tätig. 1993 wechselte er zur Caritas St. Pölten und war bis Ende Mai 2018 deren Wirtschaftsleiter. Seit 1990 ist Wimmer Vorsitzender der Katholischen Männerbewegung der Diözese St. Pölten, seit 2008 zudem Vorsitzender der Katholischen Männerbewegung Österreichs (KMBÖ). Wimmer ist seit 43 Jahren verheiratet und zweifacher Vater und Großvater.

 



 

Leopold Wimmer neuer Präsident der Katholischen Aktion Österreich

Konferenz der KAÖ wählte den Niederösterreicher zum Nachfolger von Gerda Schaffelhofer – Engagement für solidarisches Miteinander und Bewahrung der Schöpfung wesentliche gesellschaftspolitische Anliegen der Katholischen Aktion

 

Leopold Wimmer ist neuer Präsident der Katholischen Aktion Österreich (KAÖ). Die Konferenz der KAÖ wählte Wimmer zum Nachfolger von Gerda Schaffelhofer, die die vergangenen sechs Jahre an der Spitze der offiziellen katholischen Laienorganisation stand und kein weiteres Mal kandidierte. Zur neuen KAÖ-Vizepräsidentin wurde Magda Krön gewählt, neuer Vizepräsident ist Armin Haiderer. Der Theologe Paul Zulehner wird weiterhin als Geistlicher Assistent der Katholischen Aktion zur Verfügung stehen. Die Neugewählten müssen in ihren Ämtern noch von der Österreichischen Bischofskonferenz bestätigt werden.

 

DI Dr. Leopold Wimmer (65) stammt aus dem Waldviertel. Er studierte Physik an der Technischen Universität (TU) Wien. Nach beruflichen Tätigkeiten als Assistent an der TU Wien und in der IT- und Telekommunikationsbranche wechselte er 1993 zur Caritas St. Pölten. Bis Ende Mai 2018 war er Wirtschaftsleiter der diözesanen Caritas. Seit 1990 ist Wimmer Vorsitzender der Katholischen Männerbewegung der Diözese St. Pölten, seit 2008 zudem Vorsitzender der Katholischen Männerbewegung Österreichs (KMBÖ). Wimmer ist seit 43 Jahren verheiratet und zweifacher Vater und Großvater.

 

Mag. Magda Krön (72) war Hochschullehrerin an der Pädagogischen Hochschule Salzburg, zuständig für Lehrerfortbildung sowie Kultur- und Museumspädagogik. Sie ist Stellvertretende Vorsitzende des Katholischen Akademikerverbandes Österreich (KAVÖ). Mag. Armin Haiderer (38) ist Historiker und Theologe und arbeitet als Lehrer in St. Pölten und als Kampfkunstlehrer. Seit 2008 steht an der Spitze der Katholischen Aktion der Diözese St. Pölten.

 

Für Solidarität und gegen Spaltung

 

„Wesentliches Ziel der Katholischen Aktion ist es, den christlichen Glauben in zeitgemäßer Form aktiv und gemeinsam zu leben und ein Miteinander aller in der Kirche zu fördern. Aufgabe der KAÖ als Dachorganisation ist, das Engagement der verschiedenen Bewegungen und der KA in den Diözesen auf Österreich-Ebene zu vernetzen und zu verstärken“, so der neue KAÖ-Präsident. „Wir wollen den Menschen zeigen, dass der Glaube sowohl für die persönliche Lebensgestaltung als auch für die Mitgestaltung der Gesellschaft wertvoll ist. Die Katholische Aktion wirkt aus den Werten des Glaubens heraus in die Gesellschaft hinein. Gerade in einer Gesellschaft, die sich offensichtlich zunehmend entsolidarisiert, rücken wir den Wert der Solidarität und eine Stärkung des Miteinanders in den Vordergrund. Wir setzen uns ein für einen Ausgleich zwischen allen Bevölkerungsgruppen und gegen eine Spaltung und ein Gegeneinander in der Gesellschaft, das auch in der Politik von manchen derzeit betrieben wird“, unterstreicht Wimmer. 

 

Einsatz für öko-soziale Steuerreform

„Ebenso ist uns der Einsatz für die Bewahrung der Schöpfung, d.h. den Schutz unserer Umwelt und des Klimas auf unserem Planeten ein hohes Anliegen, gerade auch im Sinne der Enzyklika ‚Laudato si‘ von Papst Franziskus. Daher werden wir und als Katholische Aktion in den nächsten Monaten verstärkt für eine öko-soziale Steuerreform in Österreich einsetzen“, kündigt der neue KAÖ-Präsident an.

 



 

"Die Kunst des Reisens“: Mit diesem Thema beschäftigt sich die Katholische Männerbewegung im Sommer in der jüngsten Ausgabe ihres Männermagazins Ypsilon.


Als Impulsgeber konnte Christian Hlade, Gründer und Leiter von Weltweitwandern, gewonnen werden.

 

Die Sommerzeit ist voll in der Blüte, und wie immer ist das wichtigste Thema der

Urlaub: Wohin soll es heuer gehen? Städtetrip oder stiller Strand irgendwo in Asien?

Wie lange und wie teuer? Die Kunst des Reisens ist das Hauptthema des Männermagazin Ypsilon.

 

Autor Christian Hlade gibt einen sehr persönlichen Einblick in sein Reiseverhalten und hält für Sie interessante Tipps für nachhaltiges Reisen parat. „Reisen sind wunderschön und unglaublich bereichernd. Noch immer gilt für mich, dass Reisen wertvolle Inspirationen liefern. Oft kommt man von einer Reise verändert zurück. Was bei der Abreise noch als Riesen-Problem gesehen wurde, ist nach einigem Abstand und auch Erfahrungen wie es Menschen woanders geht, nicht mehr so ein Ding. Praktisch immer kommt man bereichert zurück“, betont Christian Hlade.

 

Es gibt allerdings einige Dinge, die man beim Planen einer Reise bedenken sollte u.a. das richtige Reiseziel, Gelassenheit und die eigenen Bedürfnisse richtig einzuschätzen und danach planen. „Die starke Konzentration des Tourismus auf manche Länder und Regionen ist zu viel. Die dadurch entstehenden Überlastungssituationen und die Naturzerstörung, die damit einhergeht, wird – da bin ich mir sicher – wieder einen Gegentrend auslösen. Genauso wie enttäuschte Kunden nach einem Billigeinkauf von fehleranfälligen technischen Geräten ohne Wartung und Beratung dann wieder mehr Service und Qualität wünschen, werden Reisegäste nach enttäuschenden massentouristischen Erlebnissen sich wieder nach mehr Authentizität und Natürlichkeit umsehen“, erklärt Hlade.

 

Der Mitgliederteil des Männermagazin Ypsilon beginnt in der neuesten Ausgabe mit Autor Martin Lintner, der einen Rückblick auf die Enzyklika „Humanae Vitae“, die heuer ihr 50-jähriges Bestehen feiert, macht. Im fünften Teil der Serie über „100 Jahre Republik“ beleuchtet Ernest Theußl die Zeit der Naziherrschaft in Österreich, interessant hierbei sind vor allem die Querverbindungen zur Kirche.

 

Das Online-Magazin finden Sie unter: www.kmb.or.at/ypsilon

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